Nippes (hub). Im Barbara-von-Sell-Berufskolleg konnten sich die Abschlussklassen über Ausbildungsberufe und Studienmöglichkeiten beim Zukunftstag informieren. Die schulinterne Veranstaltung im Parkgebäude wurde federführend von Schulsozialarbeiterin Ulrike Kaltenbach organisiert.
Ein Schüler fragt: "Was soll ich im medizinischen
Bereich?" Die angesprochene Lehrkraft antwortet: "Es kann
nicht jede Wahl berücksichtigt werden."
Beim Zukunftstag gab es drei Durchgänge des Aktionsprogramms
mit je dreißig Minuten Vortrag und zehn Minuten Fragen und
Antworten. Die Programmpunkte konnten sich die Schüler vorher
wählen, aber nicht jeder Wunsch konnte Berücksichtigung
finden, so dass die Teilnehmer nicht gewählten Vorstellungen
zugeteilt wurden.
Dreizehn Klassen mit 400 Schülern waren beteiligt. Der
Zukunftstag ist keine Pflichtveranstaltung, aber die Schüler
sollen ihn als Chance sehen. Sie haben die Gelegenheit, den
teilnehmenden Firmen persönliche Bewerbungsunterlagen
vorzulegen und darüber hinaus mit Auszubildenden sprechen.
Einige Firmen schicken auch Auszubildende, damit diese die
Vorträge halten, so dass ein ganz anderer Austausch entsteht.
Die Vorträge beinhalten verstärkt praktische Elemente
statt einer trockenen Präsentation am Beamer. Die
Veranstaltungskonzeption spiegelt die individuelle Förderung
durch die Schule wider. "Unser Schülerklientel mit hohem
Migrantenanteil gehört nicht zu den bevorzugten Bewerbern der
Unternehmen", so Kaltenbach. Andererseits suchen die Firmen
junge Personen mit interkulturellem Hintergrund, hier gebe es nur
das Problem mit Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit.
Diese sogenannten Softskills müssten zunehmend auch in der
beruflichen Weiterbildung vermittelt werden, so Kaltenbach weiter.
So hätten die Schüler nur das nächste Ziel im Blick
und schauten nicht über den Tellerrand, dies betreffe auch die
frühzeitige Bewerbung. In der Schullaufbahn werden die
Schüler begleitet und es wird geprüft, ob das
Schulangebot passt.
Nach der Veranstaltung werden die Schüler und auch die
Unternehmen nach ihrer Meinung befragt, das Ergebnis fließt in
die Organisation des nächsten Zukunftstages ein.


