Lövenich (af). Tanja Obst will erreichen, dass an der Widdersdorfer Landstraße in Höhe der Abzweigung "An der Ronne" eine Ampel installiert wird, denn: "Hohes Verkehrsaufkommen und überhöhte Geschwindigkeit der Autofahrer auf der Widdersdorfer Landstraße führen zu einer Gefährdung der Fußgänger, insbesondere der Schulkinder."
Deshalb reichte die Lövenicherin einen
Bürgerantrag in der Bezirksvertretung Lindenthal ein.
Auf Grund der Neubaugebiete in Widdersdorf-Süd und in
Lövenich habe sich die Situation auf der Straße zwischen
den beiden Stadtteilen zugespitzt. Viele Autofahrer nutzten den Weg
durch Lövenich als Ausweichroute für den meist stark
frequentierten "Lise-Meitner-Ring". Und dabei hielten sie
sich nicht an das vorgeschriebene Tempo 30, so Tanja Obst. Zurzeit
bremst nur eine Insel zwischen den beiden Fahrspuren am
Ortseingang Lövenichs den Verkehr und erleichtert die
Überquerung der Straße. Ohne einen Zebrastreifen
oder die geforderte Ampel hätten die Autofahrer
aber weiterhin Vorfahrt. Die Bezirksvertreter zeigten
Verständnis für das Anliegen der Antragstellerin, eine
Ampel lehnten sie jedoch mit dem Hinweis auf einen geplanten
Kreisverkehr in der Höhe des "Curt-Stenvert-Bogen"
ab. Zwischen Randkanal und Widdersdorfer Landstraße soll am
Ortseingang von Lövenich in den kommenden Jahren ein weiteres
Wohngebiet entstehen. Im Zuge der Erschließung wird dann ein
weiterer Kreisel auf der Widdersdorfer Landstraße gebaut. Mit
dieser Maßnahme ist aber frühestens 2013 zu
rechnen, so Heribert Gödderz vom Amt für Straßen und
Verkehrstechnik.
Ganz ohne Erfolg blieb der Antrag von Tanja Obst allerdings
nicht. Die Bezirksvertretung beauftragte die Verwaltung,
Geschwindigkeitskontrollen und eine Verkehrsmessung
durchzuführen. Nach der Auswertung der Daten sollen dann
gegebenenfalls Vorschläge zur Verkehrsberuhigung gemacht
werden. Mit möglichen Änderungen ist somit aber erst im
Laufe des Frühjahrs zu rechnen.
