Müngersdorf (af). Seit seiner Gründung im Jahr 2008 kämpfte der Bürgerverein Egelspfad für einen Lärmschutz entlang des Gregor-Mendel-Rings. Dieses Jahr soll er nun endlich Wirklichkeit werden.
Denn der zuständige Landesbetrieb Straßen NRW
hat zugesichert, eine fünf Meter hohe und 930 Meter lange
Lärmschutzwand zu errichten. "Wir sind froh, dass es nun
endlich etwas ruhiger wird", erklärte Wilhelm von
Moers aus dem Vorstand des Bürgervereins. Er bewohnt mit
seiner Familie ein Haus, das rückwärtig an die
Landesstraße reicht. Seitdem aus dem Gregor-Mendel-Ring -
ursprünglich eine
Erschließungsstraße - im Jahre 2006 eine
Landesstraße wurde, sei der Verkehr stetig gestiegen, so von
Moers. Eigentlich sei die Straße einmal für rund
10.000 Autos pro Tag ausgelegt gewesen, "heute fahren hier
aber gut 30.000 Autos", fasste Arnold Nienhüser,
ebenfalls aus dem Vorstand des Bürgervereins Egelspfad,
zusammen. Diese Zahlen ergaben Messungen im Auftrag des Vereins.
Zudem wurde eine erhöhte Lärmbelästigung
festgestellt: "Hier werden regelmäßig die
zulässigen EU-Richtwerte für Wohngebiete
überschritten", so Nienhüser. Und genau diese
Richtlinien seinen es gewesen, die das Land schließlich zum
Handeln gezwungen hätten. Denn dank der EU-Grenzwerte werden
die Anwohner bald von einer rund 1,3 Millionen Euro teuren
Lärmschutzwand profitieren. Die Kosten
übernimmt das Land, da es sich bei der L213, dem
Gregor-Mendel-Ring, um eine Landesstraße handelt.
Ganz zufrieden sind die beiden Vorstandsmitglieder aber dennoch
nicht. Denn eigentlich hatten sie eine Verlegung der
Straße, weg von den Häusern, gefordert. Da
aber die angrenzenden Felder zum Landschaftspark Belvedere
gehören, ist dies nicht möglich. Trotzdem wollen sie sich
weiterhin für eine Verlegung der L213 einsetzen, sei es auch
nur um einige Meter. Fürs Erste freuen sie sich nun aber
darüber, dass ihr jahrelanger Kampf von Erfolg
gekrönt wurde.

