Erst Brieffreund, dann Ehemann

Ehepaar Süß feierte "Eiserne Hochzeit"

Ehrenfeld (as). Am 21. Dezember 1946 gaben sich Margarete und Wollmar Süß das Eheversprechen. Nun feierten sie, nach 65 Ehejahren, ihre ­"Eiserne Hochzeit". "Man muss sich gern haben und vor allem dem Partner vertrauen", verrät Margarete Süß das Geheimnis ihrer langen Ehe. 

Kennengelernt hat Margarete ihren Wollmar während des ­Arbeitsdienstes in Thüringen. Der gebürtigen Nürnbergerin wurde ein ihr unbekannter Soldat zugeteilt, dem sie an die Front schreiben sollte. Schnell entwickelte sich eine Freundschaft und später Liebe. Der ­gemeinsame Start des Paars in Köln war dann mit Hindernissen verbunden. Anfangs wollte die Stadtverwaltung Wollmar Süß die Zuzugsgenehmigung nicht erteilen, obwohl er schon eine Arbeitsstelle als Aufseher im "Klingelpütz" hatte. Nachdem Margarete Süß persönlich beim damaligen Oberbürgermeister vorgesprochen hatte, klappte es dann doch.
Bei Schwierigkeiten aufzugeben, das kommt für Margarete Süß auch heute noch nicht in Frage. Als ihr Ehemann vor ­einigen Jahren an Demenz erkrankte, pflegte sie ihn zunächst zu Hause. Heute leben die Beiden im Seniorenzentrum Theo-Burauen-Haus. Zum 65. Hochzeitstag gab es ­eine große ­Feier mit den Kindern, Enkelkindern und Urenkeln sowie einer großen Hochzeitstorte.

Letzte Änderung: Freitag, 06.01.2012 15:59 Uhr

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