Der Bedarf ist riesig

Kita-Plätze: Die Verwaltung legte Zahlen und Pläne vor

Rodenkirchen (sb). Um den Bedarf ab 2013 decken zu können, müssen im Stadtbezirk ­Rodenkirchen 900 zusätzliche ­Betreuungsplätze für Kinder im Alter unter sechs Jahren geschaf­fen werden. Dies ging aus der Antwort der Stadtverwaltung auf Anfrage der ­Roden­kir­chener CDU hervor.

Die Politiker wollten wissen, wie viele Plätze ab 2013 voraussichtlich fehlen werden, und wie die Stadt die Versorgungslücke decken will. "Die Lage ist schlecht", gab Frank Pfeuffer vom Dezernat für Bildung der Stadt auf der ­jüngs­ten Versammlung der ­Bezirks­ver­treter zu. Pfeuffer nannte vor allem zwei Gründe als Ursache für den Bedarf: die Rück­nahme der vorgezogenen Einschulung und der künftige Rechtsanspruch auf ­einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren. Die Landesregierung plante, die Einschulung vorzuziehen, ­indem sie den Stichtag für das Einschulungsalter auf den 31. Dezember legen wollte. Letztlich entschied man sich aber doch für den Stichtag zum 30. September. So blieben deutlich mehr Kinder bis zur Einschulung in einer Kita als angenom­men, erläuterte Pfeiffer. Zudem haben Kinder unter drei Jahren ab ­August 2013 ein Rechtsanspruch auf ­einen Betreuungsplatz. Der Stadtrat hat sich diesbe­züglich ­eine Quote von 40 Pro­zent zum Ziel gesetzt: 28 Prozent der U3-Kinder sollen in ­Ki­tas unterkommen, zwölf Prozent in der Pflege bei Tagesmüttern. Dieses Ziel will die Stadt auf verschie­denen Wegen erreichen. Zum einen soll die Tages­pflege ausgebaut werden, und zum anderen sollen die Kapazitäten in den vorhandenen Kitas maximal ausgeschöpft werden: Pro Gruppe könnten im Durchschnitt bis zu zwei Kinder mehr aufgenom­men werden, heißt es seitens der Verwaltung. Ein dritter Weg sieht den Bau fünf neuer Kitas vor - auf dem Sürther Feld sowie in der näheren Umgebung.
Auf den Einwand der CDU, dass man dort längst bauen ­könne, erklärte Pfeuffer, dass die Grundstücke nicht erschlos­sen seien, also noch ­nicht an die Strom- und Wasser­versorgung sowie ans Straßen- und Kanalnetz angeschlossen seien. Dies wäre aber Voraussetzung für die Zulässigkeit eines genehmigungspflich­tigen Bauvor­habens. Der Zeitplan der Stadt sieht wie folgt aus: Das Sürther Feld wird in drei Bauabschnitte unterteilt, wobei auf dem ­ers­ten Bauabschnitt 2013 eine ­Kita mit sechs Gruppen an den Start gehen soll. Zwei weitere sollen folgen, genau­e Zeitangaben machte die Verwaltung aber nicht. Zudem seien zwei ­weitere Kitas geplant, ­eine an der ­Eygels­hovener Straße ab 2014 und eine nach 2016.
Um allerdings bereits den ­aktu­ellen Bedarf zu decken, will die Stadtverwaltung im nächsten Jahr eine vorhandene mobile ­Kita, die im Norden der Stadt frei wird, auf dem Sürther Feld einsetzen.
Die CDU war mit der Antwort der Verwaltung nicht zufrieden und beantragte einen ­konkrete­ren Zeitplan zur Umsetzung der Kita-Plätze, der einstimmig angenommen wurde.

Letzte Änderung: Freitag, 06.01.2012 16:28 Uhr

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