Pflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet am Godorfer Hafen

Mehr Platz für verdrängte Tiere und Pflanzen durch Beseitigung von Wildwuchs

Köln. Am Godorfer Hafen gibt die Stadt Köln Aufgaben zur Erhaltung des nahegelegenen Naturschutzgebietes in Auftrag. Die Untere Landschaftsbehörde will den ungebremsten Waldwuchs an Brombeeren und Hartriegel zurückdrängen sowie Gebüsche zurückschneiden lassen. Erforderlich sind diese Maßnahmen, da Tiere und Pflanzen Platz und ein offenes Gelände benötigen.

Das Naturschutzgebiet am Godorfer Hafen entstand aus einer ehemaligen Kiesanschüttung. Der trocken-warme Standort und der wenig fruchtbare Boden bieten Lebensraum für spezielle Pflanzen.
Durch das Zuwachsen des Gebietes mit kleinen und großen Gebüschen dominieren mittlerweile Pflanzen wie Hundsrose (Heckenrose) und verschiedene Weidenarten, besonders aber Brombeeren und Hartriegel. Das führte zum starken Rückgang an Arten, die lichtes Gelände brauchen.
In einem Naturschutzgebiet sollen nicht zu ersetzende Lebensgemeinschaften bestmöglich gefördert und vor negativen Einflüssen geschützt werden. Entgegen verbreiteter Annahmen benötigen Naturschutzgebiete Pflege, um ihrem Ziel gerecht zu werden, Lebensraum für bedrohte Tiere und Pflanzen zu dienen.
Die in dem Gebiet im Kölner Süden geplanten Pflegemaßnahmen sollen möglichst bald bei trockenem Wetter durchgeführt werden, spätestens aber bis Ende Februar, um die Schonfrist nach §39 Abs. 5 Nr. 2 Bundesnaturschutzgesetz einzuhalten und Brutphasen
von Tieren nicht zu stören. Die Arbeiten werden voraussichtlich zwei Tage dauern.

Letzte Änderung: Dienstag, 10.01.2012 11:06 Uhr

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