Weiden (red). Die RömerGarde besteht seit 50 Jahren, aber um mit den Worten Ludwig Sebus' zu sprechen: "Die Römer sind der Ursprung des Kölner Karnevals. Denn gäbe es überhaupt den kölschen Karneval, wenn nicht die Römer damals die Colonie CCAA gegründet hätten?"
Die "Römer" der Neuzeit sind dabei nicht nur in ihrem Veedel aktiv. Seit vielen Jahren tragen sie Spaß und Freud in die ganze Vaterstadt Köln. Und das Jahr 2012 wird für die RömerGarde ein ganz besonderes. Es steht nämlich wieder die Teilnahme am Rosenmontagszug an, umrahmt von den Veedelsumzügen in Weiden/Lövenich am Karnevalssonntag und in Junkersdorf am Veilchendienstag. Damit können die Jecken die Garde an drei Tagen hintereinander als stolzes Korps bewundern. Hierzu wurden in diesem Jahr extra alle Wagen der Garde herausgeputzt, ein Wagen wurde sogar neu aufgebaut.
Die Legionäre in ihren Uniformen, die dem seinerzeit
aktuellen Kinoklassiker "Ben Hur" mit
Originalschnitten nachempfunden sind, können aber nicht nur
bei den Zügen bewundert werden. Die Garde kümmert
sich seit Jahren auch um den Kinderkarneval im Stammhaus, einer
integrativen Einrichtung für Menschen mit und ohne
Behinderung.
Und auch die Älteren vergessen die Römer nicht. Beim
Seniorenkarneval im Weidener St. Josefsheim
unterhalten die Legionäre die Senioren mit leisen
Karnevalstönen. Moderiert wird diese Veranstaltung vom mit 87
Jahren ältesten Mitglied der RömerGarde, Alfred
Rummler.
Den "RömerSchoppen" am
5. Februar ab 11 Uhr (Einlass: 10.30 Uhr) wird der
Kölner Krätzchensänger Ludwig Sebus als Conferencier
moderieren. Just im Jubiläumsjahr wechselt die
RömerGarde für ihren "RömerSchoppen"
innerhalb Junkersdorfs vom Veranstaltungsort "LimeLight"
in die Ildefons-Herwegen-Schule (Kirchweg 138).
"Wir bleiben damit aber im Veedel, das ist der
RömerGarde sehr wichtig gewesen",
erklärt der Mediensprecher der RömerGarde, Stefan
Dößereck.
Ludwig Sebus, Träger des Goldenen Römers, steht den
Römern seit vielen Jahren sehr nah, und die Römer freuen
sich darüber.
Nach dem RömerSchoppen steht für die
RömerGarde am 10. Februar der Seniorenkarneval im
St. Josefsheim in Weiden auf dem Plan.
Um den Nachwuchs kümmert man sich am 12. Februar beim
Kinderkarneval im Weidener Stammhaus.
Abschließend werden die Römer in dieser Session am Veilchendienstag "Em Latänche" in Weiden den Bacchus, den Nubbel der Römer, verbrennen - so wie es schon seit vielen Jahren Tradition ist. Der Sessionsausklang mit Hering "Em Kappeseng" in Weiden beschließt die Session am 22. Februar.
Danach ist für die RömerGarde aber natürlich das Jubiläumsjahr noch nicht gelaufen: Die Jahreshauptversammlung samt Vorstandswahlen ist für den 17. April terminiert. Am 17. Juli feiert die RömerGarde dann schließlich eine Matinee zu ihrem 50-jährigen Bestehen im Kastanienhof in Junkersdorf.
Zu ihrem Jubiläum haben die Römer einen ganz besonderen Orden entworfen. Hier ist ein großes "L" - geschmückt vom Römer-Schriftzug und der Jahreszahl - abgebildet. Das "L" steht dabei nicht (nur) für Latänche, Ludwig Sebus, Latein oder Legionäre, es ist die lateinische Zahl für die Ziffer "50". Als kleine Version haben die Gardisten einen Pin mit dem Logo der RömerGarde auf einem Lorbeerkranz und einer arabischen "50" herausgebracht.


