Köln. Bei den "Hallen-Nordrhein-Meisterschaften" in Leverkusen zeigte das Team der Deutschen Sporthochschule höchst zufriedenstellende Leistungen. 26 Podiumsplatzierungen, davon 12 Titel, konnten die Leichtathleten der DSHS für sich verbuchen.
Allein WM-Teilnehmerin Leena Günther verschob ihr
Hallendebüt im Sprint wegen einer noch nicht ganz
ausgestandenen Blessur.
Bei den Männern war hingegen WM-Teilnehmer Miguel Rigau mit
von der Partie. Der 400 Meter-Läufer sprintete über 60
Meter hinter seinem Vereinskollegen Martin Kautsch (6,97s/im
Zwischenlauf 6,94 Sekunden) in 6,99 Sekunden auf den
fünften Platz. Gemeinsam mit Jens Fassbender, Thomas Demmer
und Fabian Schneider führte er die 4x200 Meter-Staffel in
1:28,02 Minuten zum Titel und zur
Deutschen-Meisterschaft-Fahrkarte.
Demmer wurde zudem Dritter über 200 Meter in 22,33
Sekunden vor Fassbender (22,40 Sekunden). Über 3x1000
Meter wurden Jonah Möller, Felix Alfen und Julius Helm
Nordrhein-Vize in 7:57,08 Minuten. Gobe Takobana übersprang
als Dritter im Hochsprung 2,12 Meter. Thomas Schmitt holte sich im
Kugelstoßen (17,85 Meter) und im Diskuswerfen (50,28 Meter)
den Titel - und landete mit Colin Hotop im Schlepptau (46,49 Meter)
zudem einen Doppelsieg mit dem Diskus.
Das Speerwerfen ging bei seiner Rückkehr nach langer Verletzungspause in 62,06 Meter an Manuel Croon.
Vida Anim führte die Riege der schnellen LT-Frauen an. Die
Ghanaerin holte sich über 60 Meter in 7,32
Sekunden den Titel und zur Freude ihres Trainers Dr. Norbert
Stein die Fahrkarte zur Hallen-WM am zweiten März-Wochenende
in Istanbul. Auf Rang drei bis sieben platzierten sich ebenfalls
ausschließlich LT-Damen. Caro Schempp rannte dabei in 7,78
Sekunden aufs Podium hinter der
Düsseldorferin Carolyn Moll (7,43 Sekunden). Kim Schmidt lief
über 200 Meter in 25,11 Sekunden auf Rang drei. Über
4x200 Meter belegte Anim mit Schempp, Judith Nögel und
Annika Huijbregts den zweiten Platz (1:40,97 Minuten). Dies
bedeutete ebenso die DM-Norm wie für die zweite LT-Staffel,
die in der Besetzung Susan Korshidpanah, Lara Hoffmann, Kim Schmidt
und Marilena Scharff
(1:41,05 Minuten) Dritte wurde. Wilma Jansen siegte im Speerwerfen
(46,15 Meter) und belegte im Kugelstoßen (12,86 Meter) Rang
drei. Bronze holte sich auch Sandra Weckmüller (37,40 Meter)
bei ihrem LT-Debüt mit dem Speer.
Bei der männlichen Jugend "U20" dominierte ein LT-Quartett die 60 Meter. Frank Werner (6,93 Sekunden) siegte vor Andreas Luzat (7,00s/ZL 6,97s), Robert Polkowski (7,02 Sekunden) und Tobias Lange (7,12 Sekunden). Lange holte sich dafür den Titel über 200 Meter in 22,46 Sekunden. René Mählmann verbesserte seine Saisonbestzeit über 60 Meter Hürden auf 8,21 Sekunden und siegte überlegen. Die 4x200 Meter gewannen Luzat, Lange und Werner gemeinsam mit Niklas Berg in 1:30,14 Minuten. Marco Feyhl wurde im Hochsprung mit 1,96 Meter Vizemeister, Polkowski im Weitsprung Dritter (6,64 Meter). Auf Rang zwei stieß Tobias Schubert die Kugel mit 14,25 Meter.
Alexandra Plaza sorgte mit ihrer neuen Hallenbestleistung von
1,82 Meter und ihrem Hochsprungsieg für das Top-Ergebnis
bei der weiblichen Jugend. Sie qualifizierte sich zudem für
die Frauen-DM und holte sich mit 5,80 Meter und Rang zwei im
Weitsprung ein weiteres Startrecht für die deutsche
U20-Meisterschaft. Lisa Weinekötter wurde bei ihrer
LT-Premiere im Dreisprung
mit 10,91 Meter ebenfalls Vize. Die 4x200m-Staffel lief in der
Besetzung Amie Bangura, Leyla Han, Sarah Langer und Sophie Neumann
in 1:46,33 Sekunden zwar als Vierte um 3/10s an einer Medaille
vorbei, qualifizierte sich aber ebenfalls für die
Jugend-Hallen-Meisterschaften in Sindelfingen.

