Zollstock (red). Mit einem etwas ungewöhnlichen
Anliegen wandte sich der Fußball-
Regionalligist Fortuna Köln in den Vorweihnachtstagen des
letzten Jahres an Passanten, Besucher des Heimspiels im
Südstadion gegen Rot-Weiss-Essen und die Gäste der
"Fortuna-Weihnachtsfeier".
Unter dem Motto "Zwei Minuten für die Fortuna"
führte ein Team von Studenten eine Umfrage durch, die dazu
dienen sollte, mehr über den Stellenwert der Fortuna oder die
Motivation zum Besuch des Südstadions herauszufinden. Jetzt
liegt die Auswertung der Ergebnisse der Umfrage, an der mehr als
500 Personen teilnahmen, vor: Mehr als 72 Prozent der
männlichen Befragten verbanden den Begriff "Fortuna
Köln" mit "großer Tradition", bei den
Teilnehmerinnen waren es 69 Prozent. Einen wichtigen
Wiedererkennungswert bietet dabei das Logo der Fortuna, denn fast
47 Prozent ordnen dieses direkt dem Südstadtverein zu.
Interessant ist die Tatsache, dass 60 Prozent der befragten
Männer bereits einmal ein Heimspiel im Südstadion live
verfolgt haben. Und alle Befragten würden noch wesentlich
häufiger kommen, wenn sich dauerhafter sportlicher Erfolg
einstellen würde. Denn mehr als ein Drittel derjenigen, die an
dieser Umfrage teilnahmen, nannte diesen als Hauptgrund für
einen Besuch der Heimspiele der Fortuna.
Auf dem zweiten Rang der Gründe für einen Stadionbesuch
rangiert die "besondere Atmosphäre". 29 Prozent der
Befragten lassen sich davon anlocken. "Diese - und auch die
anderen - Ergebnisse der Befragung werden zukünftig in alle
Marketingplanungen der Fortuna Köln Spielbetriebsgesellschaft
mbH einfließen. Für uns ist es enorm wichtig, hier mehr
und detailliertere Erkenntnisse zu erlangen, um zu erkennen, wo die
richtigen Ansatzpunkte, gerade in diesem Bereich, sind",
beschreibt Dirk DanielStoeveken, Geschäftsführer der
Fortuna Köln Spielbetriebs-
gesellschaft mbH, die Bedeutung des ungewöhnlichen
Anliegens.


