Ein neuer "Magnet" für die Rösrather Straße

Einzelhandelskonzept für Rath-Heumar wurde vorgestellt

Rath-Heumar (ac). "Als Stadtteilzentrum ist Rath-Heumar eines der besser aufgestellten", konnte Dr. Marc Höhmann vom Amt für Stadtentwicklung und Statistik den rund 150 Besuchern im Bürger- und Vereinszentrum von Rath-Heumar als gute Nachricht verkünden. 

Als Stadtteilzentrum bezeichnet das städtische Einzelhandels- und Zentrenkonzept, das noch von Stadtrat und Bezirksvertretungen abgesegnet werden muss, in Rath-Heumar das Gebiet entlang der Rösrather Straße zwischen Gröppersgasse und Eiler Straße.
Entwicklungspotenzial sieht Höhmann dagegen beim Platz Rösrather/ Eiler Straße und der Versorgung durch Lebensmittelmärkte. Auf der "grünen Wiese" soll das Einzelhandelskonzept dagegen keine Neuansiedlungen von SB-Warenhäusern wie in Merheim zulassen.
"Das klingt nach einem kompletten Sinneswandel", warf Frank Tacke von der IG Rath-Heumar ein, und spielte damit auf die Eröffnung der Köln Arcaden, an, die von den rechtsrheinischen Einzelhändler skeptisch verfolgt wurde. "Planer und Bevölkerung haben erkannt, dass die Leute den Euro nur einmal in der Tasche haben", bestätigte Höhmann.
Auf Kritik stieß bei den anwesenden Ladeninhabern und Immobilienbesitzern die Genehmigung des Merheimer SB-Warenhauses sowie die Schließung eines Discounters in Rath vor ca. fünf Jahren, durch den die Einkaufsstraße einen "Magneten" verlor. Ironisch mutete so der Vorschlag des Konzepts, den vorhandenen "kleinen" REWE-Markt zu modernisieren sowie einen weiteren Supermarkt an der Karl-Schüßler-Straße als "Mag­netbetrieb" zu eröffnen.
Ein weiterer Vorschlag, den das Einzelhandelskonzept für Rath enthält, ist die Aufwertung des Platzes Eiler Straße/Rösrather Straße, wobei Sybille Schmitz von der IG Rath-Heumar darauf hinwies, dass die örtlichen Geschäftsleute bereits vor einigen Jahren Geld in die Platzgestaltung investiert hatten.
Geäußert wurde von den anwesenden Einzelhändlern auch der Wunsch nach weniger Auflagen für Veranstaltungen und einem entsprechenden Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung. Last but not least verwiesen Höhmann und Franka Klocke vom Amt für Stadtentwicklung und Statistik auf erste Auswirkungen des Einzelhandelskonzepts: "Wir merken, dass sich die Bauanfragen stärker in die Zentren verlegen", so Dr. Marc Höhmann. "Die Betreiber passen ihr Konzept dem Zentrum an, zum Beispiel durch kleinere REWE-Märkte", ergänzte Franka Klocke.

Letzte Änderung: Mittwoch, 18.01.2012 16:24 Uhr

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