Humboldt-Gremberg (sf). "Jetzt ist unsere Musik
noch vielfältiger geworden", freut sich Dirk Jagodzinska,
1. Vorsitzender des Tambourcorps "Blau-Weiss"
Humboldt-Gremberg.
Vor etwa einem halben Jahr hat der Verein rund ein Dutzend
Bläser als Mitglieder aufgenommen, die den ohnehin schon mit
Flöten, Lyra, Tenorhorn, E-Bass, Tuba, Trommel, Pauke und
Becken stark besetzten Tambourcorps tatkräftig
unterstützen werden.
Nach den ersten gemeinsamen Monaten kann Dirk Jagodzinska ein
positives Resümee ziehen: "Das hat sehr gut
eingeschlagen", berichtet er.
Jetzt ist man nicht mehr auf andere Musikzüge angewiesen, mit
denen früher zusammengearbeitet wurde. Bei den rund 30
Auftritten, die in dieser Karnevalssession anstehen, werden mit den
Bläsern insgesamt 48 aktive Mitglieder auf der Bühne zu
sehen sein. Gemeinsam mit der Prinzengarde Rot-Weiß
Hürth, mit der das Tambourcorps aus Humboldt-Gremberg seit 17
Jahren erfolgreich zusammenarbeitet, werden die Musiker nicht nur
im Kölner Raum auf der Bühne stehen, sondern sich auch
auf Reisen, wie beispielsweise nach Essen und Gütersloh,
begeben. Höhepunkt der Session wird wie in jedem Jahr die
Teilnahme am Rosenmontagszug sein. "Da sind wir für die
KG Müllemer Junge in eigener Uniform dabei", berichtet
Jagodzinska.
Das Tambourcorps Blau-Weiss ist jedoch nicht nur während der
Narrenzeit aktiv: Auch außerhalb der Session werden etliche
Auftritte absolviert, unter anderem stehen von Mai bis September
jedes Jahr rund 20 Schützenfeste auf dem Terminplan. Mit den
Bläsern ist es dem Tambourcorps nun möglich, das
Repertoire auf einzigartige Weise zu erweitern und musikalisch noch
abwechslungsreicher zu werden: "Ich wüsste keinen Verein,
der eine Blaskapelle und einen Tambourcorps hat", so
Jagodzinska. Den ersten großen Auftritt hat die neue Besetzung
bereits bei der vergangenen Weihnachtsfeier des Vereins
bravourös bestanden.
Besonders viel Wert legt das 1984 gegründete Tambourcorps auch
auf seine Jugendarbeit. Nachwuchsprobleme kennt der Verein nicht:
"Einmal sind wir in eine Grundschule gegangen und haben uns im
Unterricht von Viertklässlern vorgestellt. Ein paar Tage
später standen 18 Schüler bei uns vor der Tür, die
bei den Proben mitmachen wollten. Einige von ihnen sind bis heute
geblieben", erzählt Jagodzinska. Aktuell sind die
jüngsten Mitglieder 9 und 10 Jahre alt, die ältesten sind
um die 60. Geprobt wird mittwochs um 18 Uhr im Pfarrheim Sankt
Engelbert in Humboldt-Gremberg. Wer Lust hat mitzumachen, darf
jederzeit vorbeikommen. Auch Anfänger sind willkommen:
Bläser werden von einer professionellen Musiklehrerin, alle
übrigen Mitspieler in Eigenregie ausgebildet. Neben den Proben
kommt natürlich auch das Vereinsleben nicht zu kurz: Feiern,
Ausflüge und Reisen stehen immer wieder auf dem Programm, in
diesem Jahr ist unter anderem eine fünftägige Reise zu
einem Musikfestival in Edinburgh geplant.
Weitere Infos zum Tambourcorps "Blau-Weiss" Humboldt
Gremberg finden sich unter www.tbwkoeln.de


