Köln. Die Volleyballerinnen des FCJ Köln bleiben auch im zwölften Drittligaspiel hintereinander ungeschlagen und besiegten vor heimischem Publikum den VC Allbau Essen glatt mit 3:0 (25:17, 26:24, 25:14).
Dabei wusste das Team von Trainer Jimmy Czimek einmal mehr mit
mannschaftlicher Geschlossenheit zu überzeugen und behielt in
65 Minuten Spielzeit gegen eine nie aufgebende Essener Mannschaft
die Oberhand.
Im ersten Satz konnte sich Köln durch starke Aufschläge
von Mareike Ahns und eine hervorragende Blockarbeit insbesondere
von Silke Schrieverhoff sofort mit 5:0 absetzen. Nach einem
zwischenzeitlichen 10:8 schafften es die Kölner Spielerinnen
wiederum durch diese beiden Elemente, sich einen vorentscheidenden
16:8-Vorsprung zu erspielen und diesen sicher bis zum Satzende zu
verteidigen. Im zweiten Satz zeigten die Essenerinnen, dass sie die
Reise nach Köln nicht als Kanonenfutter angetreten hatten und
führten bis Mitte des zweiten Satzes kontinuierlich über
7:2 und 15:11. Beim Spielstand von 17:14 für den Gast aus dem
Ruhrgebiet besannen sich die Kölnerinnen auf ihre eigenen
Stärken und drehten den Satz innerhalb kurzer Zeit zu einem
24:20-Vorsprung. Auch wenn Essen noch ausgleichen konnte, behielten
die Kölnerinnen die Nerven und gewannen den zweiten Satz in
der Verlängerung.
Dass Köln einen äußerst homogenen Kader besitzt,
zeigte sich im dritten Durchgang, in dem der Kölner Trainer
Jimmy Czimek gleich drei bis dato nicht eingesetzte Akteurinnen auf
das Spielfeld beorderte. Und auch diese Formation setzte
souverän um, was von ihr erwartet wurde und brachte den
dritten Satz und das Spiel sicher nach Hause.
"Es war wichtig für uns, dass möglichst viele
Spielerinnen Spielpraxis auf dem Feld sammeln konnten -
insbesondere bezogen auf die nächsten wichtigen Aufgaben in
den kommenden Wochen. Zudem haben die Zuschauer heute wieder einmal
die Ausgeglichenheit unseres Kaders demonstriert bekommen",
spricht der Kölner Coach offen die Stärken seines Teams
an.
In der Tat fügte sich heute Kölns Zuspielerin Sarah
Wolnizki, die erst unmittelbar zu Saisonbeginn zum Team
gestoßen war, erstmals nahtlos ins Team ein, zeigte Freude am
eigenen Spiel und überstand so auch den kritischen Moment des
Spiels zum Ende des zweiten Satzes. "Sarah hat heute einen
großen Schritt nach vorne gemacht. Man merkt, dass sie das
Team mittlerweile besser kennt und sie dadurch immer häufiger
die richtigen Entscheidungen trifft", freut sich der Trainer,
dass auch auf der Zuspielposition Kölns langjährig
einzige Zuspielerin Mareike Südmersen nicht gänzlich
unersetzlich erscheint, zumal mit Loretta Hölzel eine weitere
Spielerin auf dieser Position herangezogen wird.
"Zudem hat mich heute gefreut, dass Essen ordentlich Druck auf
uns erzeugt hat. So haben wir das Spiel nicht geschenkt bekommen,
sondern mussten es uns wirklich selber erarbeiten und am Ende des
zweiten Satzes auch die enge, vorentscheidende Phase des Spiels
meistern, was insbesondere im Hinblick auf das Spiel am kommenden
Wochenende wichtig ist", blickt Jimmy Czimek bereits auf den
nächsten Spieltag, an dem der FCJ Köln bei der SFG Olpe
gastiert.


