Von Jan L. Dahmen
"Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche und
plötzlich schaffst du das Unmögliche!" Mit einem
Zitat des Ordensstifters Franz von Assisi begrüßte
Bürgermeister Walther Boecker am Donnerstag die Gäste
beim traditionellen Neujahrsempfang der Stadt im Bürgerhaus.
Aber zu Träumereien ließ sich der Verwaltungschef
angesichts knapper Kassen nicht verleiten.
"Es wird immer schwieriger angesichts stetig wachsender
Aufgaben und Ausgaben einen micht nur ordnungsgemäßen,
sondern auch zukunftsweisenden Haushalt zu basteln", gestand
Boecker. Hürth stehe jedoch im Vergleich zu anderen Kommunen
noch relativ gut da. Einen Seitenhieb erlaubte sich der
Verwaltungschef in Richtung Bergheim, wo der Kreis 20 Millionen
Euro horte während andere Kommunen ihre Kreisumlage mit
Kassenkrediten finanzieren müssten.
Dennoch, so Boecker, gelte es, die Stadt weiterzuentwickeln. Neben
der Integration stünden Schulen und Kindergärten dabei im
Mittelpunkt. Hier werde weiterhin viel Geld investiert. Ansonsten
aber gelte es, den Gürtel enger zu schnallen. "Die
Rückkehr zu einer neuen Bescheidenheit", forderte
Boecker. Und damit gleichzeitig die Lebensqualität in der
Stadt gewahrt bliebe, sei Bürgerengagement gefragt.
Da passte es ganz gut, dass auch in diesem Jahr wieder drei
Hürtherinnen und ein Hürther für besonderes
bürgerschaftliches Engagement geehrt wurden. Diesmal erhielten
Bürger aus Stotzheim die "Stadtplakette".
Das Rahmenprogramm wurde gestaltet von der Gruppe KommUnity bei dem
Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund gemeinsam tanzen und
musikzieren.



