Worringen (hub). Wenn die Familie sich trifft, erzählt einer eine Anekdote, ein Anderer bringt ein Ständchen und bei größeren Anlässen haben oft mehrere Personen eine Darbietung vorbereitet. Meist geht es um interne Themen dieser Gruppe, zum Teil mit Bezügen zu aktuellen globalen Ereignissen.
Im größeren Stil heißt ein solches Treffen zum Beispiel Kostümsitzung der Großen Karnevalsgesellschaft Köln-Worringen, welche nun wieder im Vereinshaus stattfand. Für die Leitung sorgte in bewährter Manier Präsident Holger Miebach. Die Akteure aus den Reihen der Gesellschaft boten ein abwechslungsreiches Programm. Die Literatinnen Andrea Jansen und Rosi Stetzkowski hatten die Tanz-, Gesangs- und Redebeiträge zusammengestellt und wieder wurden einige neue Talente, wie zum Beispiel Stefanie Schulz und Dieter Pilz als "E zänkisch Pärche" oder auch Marita Pilz und Andrea Jansen als "Zwei Wiever", entdeckt. Das Ehepaar Monika und Dieter Trojahn wagte sich in diesem Jahr erneut auf die Bühne und das Publikum erfuhr einiges aus Worringen, unter anderem gab es eine Anspielung auf den Retentionsraum Worringer Bruch. Ilona Kircher fragte mit den Brings-Lied "Wäm gehürt de Stadt?". Sie musste vor zwei Wochen bei der Prinzenproklamation passen, da ihre Stimme versagte. Bei den Gesangsdarbietungen zeigte sich ein deutliches Übergewicht zu Gunsten der Frauen. Die Ehre der Männer rettete Dennis Grün bei seinem Debüt im Duett mit Sarah Steven. Sie präsentierten den Stammbaum der Bläck Fööss. Da gab es keine Zurückhaltung beim Publikum - alle lagen sich in den Armen und stimmten ein zum Refrain: "Su simmer all he hinjekumme". Der Text stammt vom kürzlich verstorbenen Hans Knipp. Viel Lob auch für die Tanzgruppen der Gesellschaft, so für das Kindertanzkorps, "De Dilldöppcher" und Majorettengarde. Passen mussten die Rhingdüvel. Sie waren krankheitsbedingt nur zu dritt und bekamen die Aufgabe, in der ersten Hälfte der Sitzung für das Catering in der Prinzenloge zu sorgen. Den Abschlusspunkt setzte das Funkencorps mit dem neuen Mariechen Joeline Piegsa. In exponierter Position verfolgte Prinz Bernd I. samt Hofstaat die gesamte Veranstaltung. Alle Akteure erhielten tosenden Beifall und die Besucher forderten zahlreiche Zugaben ein.


