Innenstadt. Angesichts der demographischen Entwicklung der Gesellschaft stehen viele vor der Tatsache, dass die eigenen Eltern älter werden und eine Art Rollentausch stattfindet: Die selbst längst erwachsenen Kinder stehen angesichts der wachsenden vermeintlichen Hilfebedürftigkeit der eigenen Eltern zunehmend in der Pflicht.
Gleichzeitig werden diese "Kinder" alter Eltern oftmals immer noch wie Kinder der Eltern "behandelt". Viele unbearbeitete Konfliktfelder treten dann zu Tage. Die Beziehung der Eltern zu ihren erwachsenen Kindern ist über große Zeiträume hinweg schwierig. Alte, eingefahrene Verhaltensmuster zwischen den Einzelnen machen den Umgang und auch das Handling mit Problemstellungen, die das Älterwerden zwangsläufig mit sich bringt, oftmals problematisch. Oftmals fühlen sich die alten Eltern "überrumpelt" oder "entmündigt". Das sich selbst eingestehen des Altseins fällt schwer und das Akzeptieren der damit einhergehenden, notwendigen Entscheidungen und Änderungen in einzelnen Lebensbereichen.
Die erwachsenen Kindern müssen entscheiden, wieviel Verantwortung sie übernehmen können - und wollen. Welche Hilfestellungen sollten die erwachsenen Kinder ihren Eltern geben? Wo ist ein "weniger oftmals mehr"? Oft kommt dies einem Spagat zwischen Liebe, Pflichtgefühl und Wut gleich. Wie kommt man damit gefühlsmäßig zurecht? Wo gibt es Hilfestellungen von außen? An wen kann man sich in bestimmten - auch Grenzfällen - wenden? Wie gelingt der Spagat während der letzten gemeinsamen Jahre hin zu einem positiven Miteinander - und nicht Gegeneinander? Im Bürgerhaus Stollwerck (Dreikönigenstraße 23) gibt es hierzu eine neue Gesprächsrunde. Betroffenen "Kindern alter Eltern" wird sowohl die Möglichkeit des Austauschs von Erfahrungen als auch der Information gegeben.
Start der neuen Gesprächsrunde ist am 8. Februar um 17 Uhr. Weitere Informationen gibt es unter www.buergerhausstollwerck.de
Anmeldung bei Ulrike Mertens-Steck, Telefon 0221/ 991108-14.


