Bayenthal (ha). Was im Sommer letzten Jahres als spontane Pflanzaktion der Bürger begann, ist zu einem durchkonzeptionierten Projekt mit wissenschaftlichem Beistand gereift.
Die Idee eines Gemeinschaftsgartens auf der Dom-Brauerei-Brache führte zum gemeinschaftlichen Handeln von Menschen aus dem Veedel und Studenten der Fachhochschule Köln. Die Ergebnisse ihrer Arbeit für das rund 15.000 Quadratmeter umfassende Terrain an der Koblenzer Straße stellten die angehenden Architekten den Anwohnern im Rahmen eines Info-Nachmittages vor. "Hier soll eine grüne Oase entstehen, die Platz für den Anbau von Nutz- und Gemüsepflanzen sowie einen Treffpunkt für Jung und Alt bietet. Wir haben in unseren Planungen Raum für Abendveranstaltungen, ein Gartencafé, aber auch Hasenställe berücksichtigt", fasste Studentin Claudia Weinert zusammen. "Wichtig bei den Überlegungen war die Möglichkeit zu einem schnellen Auf- und Abbau der Anlage, falls sich der Eigentümer des Geländes für einen anderen Verwendungszweck entscheiden sollte", erklärte Weinerts Kommilitonin Anna Herr.
Bereits im kommenden Sommer soll die Fläche genutzt werden
können. Neben dem gemeinschaftlichen Anliegen stellt die
Aktion zudem eine Lückenschließung im Bereich des inneren
Grüngürtels dar.
Die Verwirklichung des Gemeinschaftsgartens wird mittlerweile im
gemeinnützigen Verein "NeuLand" vorangetrieben.
"Nachdem sich 2011 bereits über 170 Leute zur Mitarbeit
bereiterklärt hatten, wachsen wir weiter. Wir sind jetzt auf
der Fläche offiziell geduldet und stehen momentan in
Verhandlungen mit dem Land über die weitere Nutzung",
erklärte Mitinitiator Dirk Kerstan.
Informationen zum Projekt sind auch im Internet unter
www.neuland-koeln.de zu finden.
Nähere Auskünfte erhält man auch unter Telefon 0221/
2598623.


