Rodenkirchen (ks). Das hatten sich die Tollitäten sicherlich ganz anders vorgestellt: Beim Verlassen des Sürther Festzeltes standen plötzlich drei "Polizisten" vor der Tür, legten ihnen die Handschellen an und fuhren mit den jecken Regenten mit unbekanntem Ziel in die Dunkelheit.
Ziel war das Brauhaus "Kölnisch Wasser", wo ein
Schnellgerichtsverfahren auf das Rodenkirchener Dreigestirn
wartete. "Sie haben den Schlüssel des Rathauses bekommen
mit dem Hinweis, dass das Rathaus einen Anstrich
braucht", verlas Gerichtspräsident Claus Wergen die
Anklage. "Und das ist nicht geschehen." Natürlich
hatte man auch noch versucht, eine Verteidigung zu finden, die
waren aber "alle in Urlaub oder unpässlich."
Prinz Hartmut I. ergriff dann selbst das Wort zur Verteidigung:
"Die Stadt Köln soll eine U-Bahn bauen, dann hat sich das
Problem erledigt."
Es nutzte aber alles nichts, die Drei wurden schuldig gesprochen
und zur Verrichtung von Sozialstunden in Altenheimen,
Kindergärten und sozialen Einrichtungen verurteilt.
Außerdem wurde ihnen gleich das passende Malerwerkzeug in die
Hand gedrückt, um mit dem Anstrich des Rathauses
unverzüglich zu beginnen.
Es bleibt nun allerdings abzuwarten, ob dieses Urteil
jemals zur Vollstreckung kommt.


