Die Tollitäten waren "schuldig"

Rodenkirchener Dreigestirn wurde entführt und verurteilt

Rodenkirchen (ks). Das hatten sich die Tollitäten sicherlich ganz anders vorgestellt: Beim Verlassen des Sürther Festzeltes standen plötzlich drei "Polizisten" vor der Tür, legten ihnen die Handschellen an und fuhren mit den ­jecken Regenten mit unbekanntem Ziel in die Dunkelheit. 

Ziel war das Brauhaus "Kölnisch Wasser", wo ein Schnellgerichtsverfahren auf das Rodenkirchener Dreigestirn wartete. "Sie haben den Schlüssel des Rathauses bekommen mit dem Hinweis, dass das Rathaus ­einen Anstrich braucht", verlas Gerichtspräsident Claus Wergen die Anklage. "Und das ist nicht geschehen." Natürlich hatte man auch noch versucht, eine Verteidigung zu finden, die waren aber ­"alle in Urlaub oder unpässlich."
Prinz Hartmut I. ergriff dann selbst das Wort zur Verteidigung: "Die Stadt Köln soll eine U-Bahn bauen, dann hat sich das Problem erledigt."
Es nutzte aber alles nichts, die Drei wurden schuldig gesprochen und zur Verrichtung von Sozialstunden in Altenheimen, Kindergärten und sozialen Einrichtungen verurteilt. Außerdem wurde ihnen gleich das passende Malerwerkzeug in die Hand gedrückt, um mit dem Anstrich des Rathauses unverzüglich zu beginnen.
Es bleibt nun allerdings ­abzuwarten, ob dieses ­Urteil ­jemals zur Vollstreckung kommt.

Letzte Änderung: Montag, 06.02.2012 10:23 Uhr

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