Brühl (huz). Innerhalb von nur neun Stunden ereigneten sich im Stadtgebiet zwei Großbrände.
Am Sonntag, 5. Februar wurde um 23.24 Uhr die Feuerwehr zu einem Brand in einem griechischen Restaurant am Schnorrenberg gerufen. Beim Eintreffen stand der komplette Biergarten und Teile eines angrenzenden Gebäude im Vollbrand. Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in dem Gebäude. Das Feuer, dessen Ursache noch ungeklärt ist, wurde mit einem B-Rohr, zwei Wenderohren zweier Drehleitern und vier C-Rohren bekämpft.
Aufgrund der niedrigen Temperaturen gestaltete sich der Einsatz relativ schwierig. So mussten die Strahlrohre ständig Wasser abgeben, um ein Einfrieren der Löschwasserleitungen zu verhindern. Ebenso entwickelten sich nasse Stellen umgehend zu gefährlichen Eisflächen. Aus diesem Grund wurden die Stadtservicebetriebe zur Einsatzstelle bestellt und streuten diese großflächig mit Salz ab.
Bei diesem Einsatz waren zeitweise sieben Trupps unter Atemschutz im Einsatz. Die Brühler Feuerwehr Brühl forderte zur Unterstützung eine zweite Drehleiter an. Insgesamt waren 55 Kräfte unter der Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Peter Berg bis gegen 3 Uhr vor Ort. Zusätzlich musste bis 6 Uhr eine Brandwache gestellt werden. Es kamen keine Personen zu Schaden, es entstand jedoch ein erheblicher Sachschaden.
Dann kam bereits der nächste Alarm am Montagmorgen: Um 8.28 Uhr wurde die Feuerwehr von der Betriebsfeuerwehr des Eisenwerkes zu Hilfe gerufen. In einer sechsgeschossigen Produktionshalle brannte eine Formmaschine. Auf der Anfahrt war eine große Rauchsäule über dem Betriebsgelände sichtbar.
Das Feuer konnte von drei Trupps unter Atemschutz gelöscht werden. Anschließend musste das Rohrsystem der Entstaubungsanlage gekühlt werden. Die Brühler Wehr war unter der Einsatzleitung wiederum von Peter Berg diesmal mit 35 Kräften vor Ort. Bei dem Einsatz wurde niemand verletzt und war um 10.20 Uhr beendet. Abschließend übernahm das Eisenwerk die Einsatzstelle. Die Brandursache ist ungeklärt, die Polizei nahm die Ermittlungen auf.






