Köln (bw). "Durch den Wirtschaftsaufschwung wurde der Umsatzeinbruch im Jahr der Wirtschaftskrise 2009 mehr als wett gemacht," strahlt Dr. Ortwin Weltrich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Köln und setzt noch einen drauf: "Für einige Bau- und Metallbranchen war 2011 mit seinen bis zu zweitstelligen Zuwachsraten das stärkste Wachstumsjahr seit langem."
Die Auftragsbücher vieler Unternehmen seien gut gefüllt, die Auslastung der betrieblichen Kapazitäten ist teilweise bis zur Mitte des Jahres gesichert. Die Unternehmen sind voller Optimismus ins neue Jahr gegangen, doch Weltrich warnt aber auch davor, dass sich das Wachstumstempo im Laufe von 2012 voraussichtlich verlangsamen werde. Den größten Wachstum haben Maschinen/Werkzeugmacher mit 21 Prozent zu verzeichnen, gefolgt vom Metallbau, Maurer-, Straßenbau- und Dachdecker-Gewerbe, alle im zweistelligen Bereich. Das Kraftfahrzeuggewerbe hatte immerhin noch 9,5 Prozent Zuwachs. Ihm folgen Maler und Lackierer, Tischlereien, Heizungsbauer und Installateure, Elektrohandwerk bis hin zu den Augenoptikern, die gerade mal ein Zuwachs von 1,1 Prozent hatten. Allerdings musste das Friseurhandwerk rückläufige Umsatzzahlen melden, weil, so Weltrich: "der Sättigungsgrad erreicht ist."
Mit Blick auf den doppelten Abi-Jahrgang im nächsten Jahr, solle man sich nach Karrierechancen im Handwerk erkundigen, betont Welterich.


