Neubrück (sf). "Willkommen im Neubrücker Gürzenich!", begrüßte Sitzungspräsident Alfons Herweg die Besucher der Karnevalssitzung im Deutschordens-Wohnstift Konrad- Adenauer.
Gemeinsam mit seinem aus Hausmitarbeitern bestehenden "Fünferrat" führte Alfons Herweg, Geschäftsführer des Wohnstifts, durch ein vierstündiges Programm mit rund einem Dutzend Tanzund Musikdarbietungen. Im bunt dekorierten Festsaal feierten die närrischen Senioren ausgelassen und freuten sich über den Besuch von Tanzgruppen wie den Lyskircher Hellige, Knäächte un Mägde, den "3 Colonias" und dem Traditionskorps der Altstädter. Ein Höhepunkt der Sitzung war der Besuch des Kölner Dreigestirns, das von der ausgelassenen Stimmung unter den Senioren ganz begeistert war: "Wir haben schon viele Seniorenwohnheime besucht, aber wenige mit so einer Stimmung", sagte Prinz Marcus II. Tatsächlich zeigten sich die Senioren während der gesamten Veranstaltungin Feierlaune, jubelten den Tanzcorps zu und sangen sowohl beim Kölner Dreigestirn, als auch bei den "3 Colonias" kräftig mit. Neben den 130 im Festsaal anwesenden Besuchern konnten auch alle übrigen Bewohner des Wohnstifts die Karnevalssitzung verfolgen, denn die Veranstaltung wurde live in alle Räume des Seniorenwohnheims übertragen. Insgesamt leben 320 Menschen in der Einrichtung. Im vierten Jahrzehnt des Bestehens ist die alljährliche Karnevalssitzung nicht mehr wegzudenken. "Viele Bewohner können keine andere Karnevalsveranstaltung besuchen, deshalb kommt der Karneval zu ihnen nach Hause", erklärt Konrad Adenauer, Vorstandsvorsitzender des Deutsch-Ordens- Wohnstift Konrad Adenauer e.V. Zu der Feier kommen nicht nur Bewohner des Hauses, sondern auch viele Gäste, unter ihnen Angehörigeder Bewohner und Mitarbeiter aus den Häusern, die das Deutschordens-Wohnstift in Jena und Erfurt betreibt. Auch ehemalige Ordensschwestern fühlen sich der Einrichtung verbunden und treffen bei der Karnevalsfeier alte Bekannte wieder. "Die Party ist wie ein Familienfest und stärkt die Hausgemeinschaft", erklärt Konrad Adenauer. Für die im Wohnheim lebenden Senioren sei es zudem wichtig, dass sie nicht das Gefühl bekommen, abgeschottet in der Einrichtung zu leben. "Wer glaubt, Senioren wollen stets ihre Ruhe haben, hat eine falsche Vorstellung von ihnen", so Konrad Adenauer.


