Worringen (red). Traditionell prosteten der Sitzungspräsident der ersten KKK, Markus Kohr, und der Sitzungspräsident der zweiten KKK, Detlev Michelsen, mit einem Glas Schabau zu Beginn der Sitzung den Damen zu und jeweils 500 Damen prosteten mit ihrem Glas Schabau zurück, so dass, nun gut geölt, die Mädchensitzungen der Grielächer beginnen konnten.
Michael Ligocki eröffnete die Sitzungen mit dem Lied
"Su fiere mer dr Karneval?". Erster Höhepunkt der
Nachmittage war der umjubelte Einzug Seiner Tollität Prinz
Bernd I., bei dem reichlich Bützchen verteilt wurden.
Angesichts der geballten Frauenpower im Saal freute sich Prinz
Bernd I. auf seine ersten kompletten Damensitzungen, konnte er doch
bisher nur am Anfang zum Ausschank von Kaffee und Korn dabei sein
oder als Auftretender auf der Bühne. Bei der zweiten KKK am
29. Januar hatte er Gelegenheit, ein Geburtstagständchen
für seinen Prinzenführer, Joachim Mattke, anzustimmen,
der an diesem Tag Geburtstag hatte. Noch viel wichtiger allerdings
war ein weiteres bedeutsames Datum. Prinz Bernd I. überreichte
seiner Frau Annelie zum 27. Hochzeitstag der beiden 27 rote Rosen,
begleitet vom anerkennenden Applaus des Publikums.
Anschließend zog das Kindertanzcorps auf, das zu den
Klängen von "Schenk mir dein Herz" tanzte. Applaus
und Bravorufe, auch für die Trainerin Iris Krieger und die
Betreuerinnen Silvia Garlip und Renate Jennen, waren der verdiente
Lohn für einen gelungenen Auftritt der jüngsten
Grielächer.
Als erster Büttenredner überzeugte Ralf Niebes mit einer
Typenrede. Krumm & Schief interpretierten dann den Höhner-
Klassiker "Kölsche Pass", der am Ende zum Wurringer
Pass mutierte. Elke Peters begeisterte die Zuhörer mit dem
stimmungsvollen Mottolied "Die Welt ist rund und
kunterbunt?", komponiert von Micheal Ligocki und arrangiert
von Ekkehard Isenberg. Zeugten zu Beginn schon die Jüngsten
von der guten Nachwuchsarbeit der Grielächer, wurde dies beim
Auftritt des Jugendtanzcorps noch getoppt. 38 Beine wirbelten zu
einem Brings-Medley über die Bühne und rissen die
Zuschauer zu Beifallsstürmen hin. Die perfekte Choreografie
wurde von den beiden Hofdamen Monique Kober und Hanna Jungk
einstudiert, die zu Recht stolz auf ihre Mädels sein
konnten.
Mit ihren Erlebnissen als Klingel&Pütz strapazierten
Nicole Kohr und Tanja Kaminski die Lachmuskeln der Jecken.
Traditionell spielte dann die Gruppe "De Albatrosse"
kölsche Lieder und brachte den Saal zum Schunkeln und zum
Mitsingen. Gewohnt temperamentvoll forderte Susanne Kübler
alle zum Bützen "Medden op de Schnüss" auf.
Athletische Männerkörper zu klassischen Melodien des
Balletts, diese Kombination bringen nur die Blattfeddere, das
Männerballett der Grielächer, auf die Bühne. Sie
überzeugten auch diesmal wieder mit einer perfekten
Choreografie, einstudiert von ihrer Trainerin Brunhilde Schoel. Vom
ausschließlich weiblichen Publikum wurde der Auftritt mit
Zugabe-Rufen honoriert.
Als "Pastor singe Jung" überzeugte Martin Brendler
mit Comedy, Witz und Gesang. Die Haus- und Hofsänger unter der
Leitung von Grielächer- Ehrenliterat Albert Kohr, brachten mit
Ihrem Schatzi-Medley die jecken Wiever zum Mitschunkeln und
Mittanzen.
Dann kam eine Institution in die Bütt, die seit mehr als 30
Jahren bei den Grielächern auftritt: Angelika Lindlau als Frau
Knubbelich und sie hatte die Lacher mit den Geschichten von ihrem
Dusseldier und dem traditionellen Kultwitz vum Mähdrescher auf
ihrer Seite. Abschluss und ein weiterer Höhepunkt des
Nachmittags, dessen Programm von den beiden Literaten der
Grielächer, Dirk Kohr und Markus Kohr, hervorragend
zusammengestellt wurde, war der umjubelte Auftritt der Garde Seiner
Tollität, dem Traditionstanzkorps der Grielächer.
Perfekte Hebefiguren und waghalsige Wurfeinlagen, einstudiert von
den Trainerinnen, Beate Meurer und der Hofdame Sabine Ligocki. Auch
hier forderte das Publikum die Zugabe, die gerne gewährt
wurde. Zum Abschluss erhielten die Damen dann noch einen Piccolo,
spendiert vom Hit-Markt in Dormagen und verteilt vom Hofstaat.
Für viele Sitzungsbesucherinnen stand nach dem Ende der
Sitzung fest, "do jon mer em nächste Johr widder
hin". Entsprechend viele Voranmeldungen wurden bereits an der
Garderobe abgegeben.


