Brühl/Köln. Studierende des dualen, praxisnahen Studiengangs Industriemanagement der Europäischen Fachhochschule (EUFH) hatten kürzlich die Gelegenheit, die unterirdischen Baustellen der neuen Nord-Süd-Stadtbahn der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) zu besichtigen.
Die Exkursion ergänzte die Vorlesung ihres Dozenten Dr.
Wolfgang Müller zum Thema "Transportplanung". Die
jungen Besucher aus der Hochschule lernten aus nächster
Nähe die technischen und organisatorischen Fragestellungen bei
der Durchführung eines der wichtigsten
Verkehrsinfrastruktur-Projekte der Region kennen.
Horst Heinrichs, Projektleiter der Nord-Süd Stadtbahn
Köln, begrüßte die Brühler Studenten im
KVB-Büro am Alter Markt in Köln und informierte sie
zunächst persönlich über das Projekt
"Nord-Süd Stadtbahn". Schwerpunkte waren die
geplante Route, verwendete Baumethoden sowie einige Einzelheiten zu
verschiedenen Haltestellen. Beeindruckt waren die Studierenden vor
allem von den Zahlen. So koste das gesamte Projekt, das 2019
fertiggestellt sein soll, insgesamt 1,075 Milliarden Euro. 93
Kilometer Kabel werden verlegt, 63 Rolltreppen gebaut und 13
Personenaufzüge installiert. Spannend war außerdem, wie
mit großem technischem Aufwand ganze Häuser für den
Bau der Tunnel bewegt werden.
Nach der theoretischen Einführung folgte das praktische Highlight, der Einstieg in die kühlen Baustellen des unterirdischen Teils der Nord-Süd Stadtbahn. Beginnend am Rathaus, marschierte die Gruppe zunächst durch die Tunnelröhren zum Heumarkt, wobei Projektleiter Horst Heinrichs interessante Informationen zur eingesetzten Tunnelbohrtechnik gab. Da die Tunnelröhren zukünftig von den oberirdisch eingesetzten KVB-Zügen mit Oberleitung befahren werden, muss der Tunneldurchmesser größer sein als etwa bei den U-Bahnen in Paris oder London. Von der zukünftigen Haltestelle "Heumarkt" ging es für die Studierenden weiter durch den Tunnel zur bereits in Betrieb genommenen Haltestelle "Breslauer Platz" am Hauptbahnhof. Einen letzten Stopp legten sie an der Stelle ein, an der sich bereits vor vielen Jahren zukunftsorientierte Stadtplaner unter der Kölner Philharmonie durchgegraben haben. Dieses Stück ist heute Teil der künftigen Nord-Süd Stadtbahn. Wieder am Ausgangspunkt Alter Markt angekommen, zeigten sich die Studenten sehr beeindruckt von der unter Tage geschaffenen Verkehrsinfrastruktur, mit der zukünftig die Fahrzeiten vom Kölner Hauptbahnhof zum Chlodwigplatz um 8 Minuten verkürzt werden können.
Exkursionen wie diese sind Bestandteil des innovativen Studienkonzeptes der EUFH, das durch ein duales Studium Theorie und Praxis optimal miteinander verzahnt. Dabei spielt die Unterstützung von Kooperationspartnern in der Wirtschaft, zu denen auch die Kölner Verkehrsbetriebe zählen, eine wichtige Rolle.






