Sanierte Mauer mit Graffiti beschmiert

Blücherpark: Das Mauerwerk ist trotz Graffiti-Schutz geschädigt

Bilderstöckchen (hub). Statt frisch sanierter Mauern bekommen Besucher des Blücherparks
Graffiti-Schmierereien zu sehen. "Dass die gerade erst und mit Millionenaufwand renovierten Anlagen im Blücherpark bereits wieder beschmiert sind ist sehr bedauerlich", so der Vorsitzende des Bürgervereins Bilderstöckchen, Winfried Ohlerth. 

Die Mauer wurde zwar mit einem Graffiti-Schutz versehen, trotzdem hat die Farbe das Gemäuer beschädigt. Heribert Büth, vom Ordnungsamt der Stadt erklärt: "Es wurden teilweise Farben verwendet, die durch die Beschichtung an das Mauerwerk gelangt sind." Ein Ortstermin der betroffenen Fachabteilungen und der Abfallwirtschaft (AWB) soll klären, wie und wann die Mauern gereinigt werden. Unter anderem muss die Beschichtung erneuert werden, denn sie wird bei der Reinigung mitentfernt.
Zudem hat die Stadt den Landesbetrieb Straßen NRW aufgefordert, die in den Blücherpark hereinragenden Autobahnbrücken zu reinigen. "Wir hoffen, dass sich Mittel finden lassen, diese neuen Schäden vor der Hundertjahrfeier 2013 zu beheben", so Winfried Ohlerth. Er ergänzt: "Allerdings ist angesichts der allgemeinen Zunahme von Schmierereien im Viertel zu befürchten, dass sie ein Dauerproblem bleiben werden." Der Vorsitzende des Bürgervereins regt zudem an, dass sich die verschiedenen Akteure vor Ort zusammensetzen, um Strategien gegen die Schmirereien zu entwickeln. Büth empfiehlt allen Geschädigten, Strafanzeige zu stellen,
dies helfe der Kölner Anti Spray Aktion (KASA) wie auch der Kripo. Dort sei extra für diese Delikte ein eigenes Kommissariat eingerichtet worden. Im Übrigen sei die KASA auf die Meldung von Beschmutzungen angewiesen und stelle auch selbst Strafanträge. Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Nippes hatte bereits im Juli 2011 eine Anfrage zum Thema "Ausbreitung
von Graffiti" eingebracht. So wurden 276 Graffiti-Delikte im Berichtszeitraum von 1. Januar 2010 bis 30. September 2011 angezeigt, davon 59 Strafanzeigen durch die Stadt aufgrund betroffener städtischer Objekte. Schmiererein können unter der E-Mail kasa@stadt-koeln.de gemeldet werden.

Letzte Änderung: Mittwoch, 25.04.2012 15:31 Uhr

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