Kölner Norden (jb). Seit 1988 besteht auf dem
Ginsterberg der Kölner Pferdeschutzhof als Tierschutzprojekt
mit integrierten Jugendhilfe- und Seniorenprojekten. Durch
dramatischen
Spendenrückgang im dritten Jahr und unter anderem stark
gestiegene Heupreise steht der Hof nun kurz vor dem
Aus.
"Wir würden sehr gerne im kommenden Jahr unser
25-jähriges Jubiläum
feiern", sagt die Vereinsvorsitzende Ruth Machalet, "doch
so wie es jetzt aussieht, wird das nicht der Fall sein." Rund
30 Pferde verbringen ihren Lebensabend auf dem Kölner
Schutzhof - ehemalige Reit-, Renn- und Arbeitspferde, das
älteste ist 41 Jahre alt. Täglich kümmern sich mehr
als ein Dutzend Menschen überwiegend ehrenamtlich um sie.
"Wir bringen sie raus, bewegen sie, füttern und pflegen
sie", berichtet Claudia Peter, die als Minijobberin den
Betrieb leitet. Das Gelände gehört der Stadt Köln.
Dennoch belaufen sich Strom-, Wasser und Futterkosten pro Pferd auf
rund 220 Euro im Monat. Hofleiterin Peter appelliert an Firmen und
Privatpersonen: "Wenn sich in naher Zukunft nichts tut, steht
der Schutzhof im Sommer vor dem Aus!" Neben dem Hauptzweck des
Tierschutzes verfolgt der Hof auch Kinder- und Jugendarbeit, ist
ein beliebtes Lern- und Freizeitprojekt für Kinder jeden
Alters. Die Unterstützung des Jugendamts Köln fließt
in die dafür notwendigen Aufsichtsjobs. Dritte Säule des
Vereins ist die "Kölner Tiertafel", die Tierfutter
sammelt und unter Senioren verteilt, die sich das verbliebene
Haustier nicht mehr leisten können. Derzeit übernehmen
einige der rund 100 Vereinsmitglieder Patenschaften für
Pferde, doch decken diese die anfallenden Kosten für Unterhalt
und medizinische Versorgung nicht. Spenden unter dem Stichwort
"Pferdeschutzhof" bitte an das Konto 4702173014 bei der
Raiffeisenbank Frechen-Hürth, Bankleitzahl 37062365. Kontakt
zu Ruth Machalet, Telefon 0221-745707. Infos im Internet www.pferdeschutzhof.info


