Finkenberg (km). Alles begann mit der Bebauung der Ackerflächen zwischen Eil und Gremberghoven. Hier sollte Anfang der 70er Jahre nach den Plänen das beispielhafte Siedlungsprojekt "Demonstrativbauvorhaben", bestehend aus den gesamten Spektrum des Bauens, vom Bungalow bis zum Hochhaus, geschaffen werden.
Doch die Realität zeigte schon bald, dass die Idee der
"Menschenfreundlichen Stadt" sich im "Demo",
wie es bei den Porzer Bürgern hieß, in die
gegensätzliche Richtung lief.
Von den ersten Bewohnern dieses Gebietes entwickelte sich auch ein
kirchliches Gemeindeleben, dass auf katholischer Seite
zunächst mit einem Provisorium begann. Mit Rektor Benno
Leiverkus und seinem Seelsorgeteam wurde Ostern 1972 in einem
angemieteten Ladenlokal erstmalig einen Gottesdienst gefeiert.
Allerdings hatte dieser ungewöhnliche Kirchenraum auch
Vorteile, denn der sogenannte "Kirchenladen" wurde zu
einem Begegnungszentrum der Gemeinde.
Die zur Eiler St. Michael gehörende junge Gemeinde, konnte
gemeinsam mit dem Eiler Kirchenvorstand, 1974 die konkrete
Bauplanung eines neuen Gotteshauses feiern. Zwei Jahre später
erfolgte die Baugenehmigung durch das Generalvikariat und bereits
im Herbst 1978 wurde die Maximilian-Kolbe-Kirche von Weihbischof
Dr. Augustinus Frotz eingeweiht. Damit der Umzug in das neue,
moderne Gotteshaus etwas leichter fällt und auch der Geist der
"Pionierzeit" mitgenommen werden konnte, wurden die
Gemeindemitglieder aufgerufen, in die noch nicht verbauten Ziegel
ihre Namen zu ritzen. Heute sind diese Steine in der Innenwand der
Marienkapelle zu sehen.
In dieser Zeit wurde auch der der Name dieser Siedlung
geändert, in Anlehnung an alte Flurbezeichnung
"Flingelsberg" wurde daraus Finkenberg. Kurze Zeit
später fiel auch das Rektorat und durch die Pfarre
Maximilian-Kolbe ersetzt. Ein markantes Jahr war dann 1982, hier
wurde der Grundstein für die evangelische Hoffnungskirche, in
unmittelbarer Nachbarschaft auf dem "Kirchenhügel"
gelegt. Komplettiert wurde dieser Hügel dann wenig später
noch mit der Kirche der "freien Christengemeinde". Wie
eng verbunden die katholische und evangelische Gemeinde ist, zeigt
auch die Tatsache, dass die Hoffnungskirche ihre aus dem Jahr 1521
und aus Pommern stammende Patenglocke vom Tag der Grundsteinlegung
bis heute im Turm von Maximilian Kolbe zu den Gottesdiensten beider
Konfessionen ruft.
Nach zwei Jahrzehnten mit zwei Pfarrern , kamen auf die junge
Gemeinde tiefgreifende Veränderungen zu. Durch den
Pastoralplan 2000, der die Zusammenlegung von bisher
eigenständigen Pfarreien vorsah und ab 1992 umgesetzt wurde,
fusionierten die Pfarren St. Michael, Heilig Geist (inzwischen
verkauft), St. Fronleichnam und Maximilian Kolbe zu der
Großpfarrei St. Maximilian Kolbe mit dem hauptverantwortlichen
Pfarrer Jochen Thull an der Spitze (ab 01.01.2001)
Inzwischen sind die Probleme des Zusammenwachsens nur noch
Vergangenheit und der 2009 neu eingeführter Pfarrer Berthold
Wolff steht heute der "Groß-Gemeinde" vor.
Mit einem festlichen Gottesdienst, an den auch Benno Leiverkus und
sein Nachfolger Bernhard Antony teilnahmen, feierte die Gemeinde
ihren runden Geburtstag. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit,
sodass die auf dem Kirchenhügel geplanten Aktivitäten ins
Trockene verlegt werden mussten.

