Nippes (hub). Dass Frauen sich in Männerberufen beweisen, ist im Handwerkerinnenhaus nichts Besonderes. Schon mal gar nicht am Girls' Day.
Jeweils acht Mädchen der Förderschule für Hörgeschädigte Johann-Josef-Gronewald und der Gesamtschule Max Ernst wurden von Gisela Müller, Petra Supplie und Claudia Heukamp die Berufsbilder der Tischlerin und der Male- und Lackiererin eingeführt. Anschließend konnten sie selber tätig werden. Die Teilnehmerinnen erstellten eine Bildplatte, die sie je nach persönlichem Geschmack gestalteten. Malermeisterin Claudia Heukamp gab den Mädchen notwendige Tipps. Passend dazu fertigten die Mädchen mit Tischlerin Petra Supplie einen Bildrahmen für die Bildplatte. "Die Mädchen wollten gar keine Hilfe, immer wenn ich meine Hilfe angeboten habe, wurde ich zur Seite gedrängt", so Supplie. Unterstützung bei der Kommunikation mit den hörgeschädigten Teilnehmerinnen erhielten die Handwerkerinnen von einer Lehrerin der Förderschule und zwei Gebärdendolmetscherinnen. "Durch die zusätzlichen Dolmetscherinnen waren wir in der Lage, stark Hörgeschädigte an dem Projekt teilnehmen zu lassen", so die Diplom-Sozialpädagogin Gisela Müller. Einer Teilnehmerin gefiel die Arbeit mit den Handwerkerinnen so gut, dass sie künftig bei ihnen einen Fortgeschrittenen-Kurs belegen will. Mehr über die Arbeit des Handwerkerinnenhauses gibt es unter www.handwerkerinnenhaus.org


