Rodenkirchen (sb). Einestabile, recht große
Hütte aus dunklem Holz mit drei Sitzbänken
und einem Tisch am Wegesrand im Wald, ein solcher Ort soll
Spaziergängern Schutz bei Regen bieten und zu einer Pause oder
einem Picknick einladen - eigentlich.
Die Schutzhütte im Friedenswald in der Nähe des
Forstbotanischen Gartens allerdings sei derart verschmutzt, dass
sie Spaziergänger eher abschrecke als einlade, schilderte Karl
Wolters (FDP) bei der letzten Versammlung der Bezirksvertretung.
"Die Hütte ist voller Farbschmierereien, stark
verschmutzt und es riecht dort sogar nach Exkrementen", so
beschrieb er den Zustand des Holzhäuschens. Daher beantragte
seine Fraktion, die Stadt solle die Hütte reinigen und
sanieren lassen. Immerhin befinde sie sich inmitten einer
vielbesuchten Anlage, ergänzte er. Reiner Baumeister (CDU)
befürchtete aber: "Dann macht man alles sauber und
schön, und nach ein paar Tagen sieht es wieder genauso schlimm
aus. Das ist herausgeworfenes Geld." Seine
Fraktionsvorsitzende Monika Roß-Belkner bekundete zwar
Sympathie für den FDP-Antrag, hielt ihn aber in Anbetracht der
leeren Stadtkasse für wenig sinnvoll, zumal die
Funktionsfähigkeit der Hütte voll gegeben sei. Sie
verwies auf die Seniorenbank am Sürther Rheinufer, die immer
wieder beschmiert und beschädigt und mehrfach aus Mitteln der
Bezirksvertretung gereinigt und repariert wurde - ohne Erfolg -
denn die Beschädigungen gingen weiter. Mittlerweile wurde die
Seniorenbank in das nahegelegene Matthias-Pullem-Haus gebracht.
Wolters erklärte jedoch,
dass ein Ort, der schon schmutzig und verkommen sei, immer weiter
verschmutzt werde. "Ist ein Ort dagegen sauber, schön und
ordentlich, ist die Hemmschwelle viel größer, zu
beschmieren und zu verschmutzen." Um die Kosten einer
Sanierung der Holzhütte einordnen zu können, führte
Bürgeramtsleiter Reiner Lindlahr die Kosten für die
Wiederherstellung der Seniorenbank an, die rund 800 Euro betragen
hätten. Einige Bezirksvertreter regten daraufhin an, Paten
für die Schutzhütte zu suchen, die sich darum
kümmerten, dass die Hütte sauber bliebe oder die
eventuell sogar die Sanierung und Reinigung übernähmen.
Letztlich wurde einstimmig beschlossen, dass die Verwaltung die
Hütte sanieren und die Unterstützung durch Paten
prüfen lassen solle.
Markus Bouwman, Leiter der städtischen Forstverwaltung,
erklärte, dass die Hütte bislang
regelmäßig von seinem Amt gereinigt würde.
Bürger oder Firmen, die sich für eine
Patenschaft interessieren, können sich an die städtische
Forstverwaltung wenden per Mail an markus.bouwman@stadt-koeln.de
oder unter Telefon 0221/ 22125151.


