Höhenberg (sf). Jede Menge Action bietet seit kurzem der Spielcontainer auf dem Spielplatz an der U-Bahn-Haltestelle Fuldaer Straße. Wenn die Mitarbeiter der Katholischen Jugendwerke Köln den mit Spielmaterial randvoll gefüllten Container Dienstag- und Freitagnachmittags von 15 bis 17.30 Uhr öffnen, tummeln sich bis zu 60 Kinder auf dem Platz.
Mit seinem bunten Angebot - vom Kicker-Tisch über "Vier gewinnt" und Wikinger-Kegeln bis hin zu Action auf dem Skateboard und auf Rollern - ist der neue Spielcontainer die Attraktion auf dem Spielplatz. Mindestens drei Betreuer der Einrichtung sind an den Spielnachmittagen vor Ort. "Kinder, die hier leben haben nicht die gleichen Chancen wie andere Kinder. Diesen Unterschied versuchen wir zu mildern", erläutert Fabian Stettes, Fachbereichsleiter der Offenen Kinder- und Jugendarbeit der Katholischen Jugendwerke Köln in Bezug auf den sozial schwachen Stadtteil Höhenberg. Ermöglicht wurde der Spielcontainer samt seinem Inhalt dank einer Spende der Kölner Bank. Der Spendenbetrag in Höhe von 2000 Euro stammt aus Überschüssen des Prämiengewinnsparens, die von der Bank stets an gemeinnützige Projekte in der Region gespendet werden. Philipp Laufenberg, ehemaliger Vorsitzender des Beirats der Kölner Bank, hatte sich an Pfarrer Franz Meurer gewandt und angefragt, wo geholfen werden kann. "Uns ist wichtig, dass das Geld bei Projekten eingesetzt wird, wo Kunden dabei sind", erklärt Stefan Dohmen, Regionalleiter der Kölner Bank rechtsrheinisch. Mit der regelmäßigen Öffnung des Spielcontainers konnte ein langjähriges Ziel erfolgreich abgeschlossen werden: Die Umwandlung eines ehemaligen dunklen Drogenhandelsplatzes in eine helle, familienfreundliche Grünanlage mit Spielmöglichkeiten für Kinder. Anwohner fürchteten den dunklen Ort, der für Überfälle, Vandalismus und Drogenhandel bekannt wurde. Dank des Engagements des Bürgervereins Höhenberg, der Kalker Bezirksvertretung und der GAG Immobilien AG konnte der Abriss der Betonmauer vor fünf Jahren realisiert werden. "Wir wollen, dass dies der Platz der Kinder ist und werden nicht akzeptieren, dass andere diesen Platz besetzen", betont Pfarrer Meurer. Dabei gehe es um die drohende Verwahrlosung des Platzes. Von 2007 bis heute hat er eine große Wandlung erlebt: Mittlerweile kommen Kinder aus dem ganzen Veedel mit ihren Eltern auf den Spielplatz, um beim Spaß- und Förderangebot des Katholischen Jugendwerks dabei zu sein. Sie fühlen sich hier sicher und haben dank des Spielcontainers jede Menge Spaß. So konnte die drohende Verwahrlosung erfolgreich abgewendet werden.


