Niehl (hub). Die Eltern der OGS Halfengasse haben Angst um ihre Kinder im Straßenverkehr. Die "Initiative für ein verkehrsberuhigtes Niehl" hat sich daher zum Ziel gesetzt, die Gefahren in ihrem Wohnviertel zu minimieren.
Sie lud deshalb Bezirkspolitiker zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung in die OGS Halfengasse ein. Das Amt für Straßenbau und Verkehrstechnik konnte wegen der kurzfristigen Einladung keinen Vertreter schicken. Die Problemlage besteht darin, dass die Kinder mehrfach am Tag die Straße zwischen OGS und GGS queren, um die Angebote zu nutzen, so der Schulleiter der Gemeinschafts-grundschule (GGS) Halfengasse, Johannes Köper. Problematisch ist, dass die Verkehrsteilnehmer keine Rücksicht nehmen und zum Beispiel mit überhöhter Geschwindigkeit fahren oder im absolutem Halteverbot parken. Elise Schirrmacher, Mitglied der Initiative, gab zu bedenken, dass Kinder klare Signale brauchen. In diesem Zusammenhang bezeichnete OGS-Leiterin Christina Hennecke die Kreuzung Merkenicher Straße/ Franz-Denhoven- Straße als unübersichtlich. Ebenfalls kritisierte die Initiative den geplanten Kreisverkehr, da dafür die Lichtsignalanlagen wegfallen werden. Die Bezirkspolitiker wiesen darauf hin, dass ein Kreisverkehr den Verkehr bremse. Eine versetzte Parkanordnung auf dem Niehler Damm sei eine weitere mögliche Maßnahme. Einige Vorschläge der Initiative hätten keine Chance auf Umsetzung, so die Bezirksvertreter, da entweder die Straßenverkehrsordnung oder die Grundsatzregeln des Rates dem widersprächen. Die Ideen sollen nun in einem Bürgerantrag zusammengefasst werden, wobei in Absprache mit den Politikern die Realisierbarkeit von vorneherein berücksichtigt werden soll, um nicht wie ein anderer Bürgerantrag aus Alt-Niehl im letzten Jahr mit Pauken und Trompeten unterzugehen. Aktionen vor Ort sollen den Bürgerantrag unterstreichen.



