Worringen (hub). Um den Krebelshof als Kultur- und Begegnungsstätte zu erhalten, hat der Worringer Bürgervereinsvorsitzende Kaspar Dick als Vertreter des Aktionsbündnisses Krebelshof 5.100 Unterschriften an Sozialdezernentin Agnes Klein, die den Oberbürgermeister vertrat, übergeben.
Als die ersten Krebelshof-Aktivisten vor dem Historischen Rathaus erschienen, staunten sie nicht schlecht, denn eine Demo gegen Sozialabbau hatte den Rathausvorplatz in Beschlag genommen. Als der Krebelshof-Demonstrationszug mit gut 100 Teilnehmern in Begleitung eines Dudelsacks und einer dicken Trommel Richtung Spanischer Bau loszog, wurde für die Worringer eine Gasse gebildet. An der Treppe des Ratsgebäudes fand dann auch die Übergabe der Unterschriften statt. Außerdem wurden die Ratsmitglieder informiert. Sehr aufmerksam verfolgte auch Ralf Heinen, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, die Szenerie. "Wichtig ist das Engagement der Bevölkerung. Die Unterschriften sind da nur ein Element", so Heinen. "Angesichts der Haushaltslage plädiere ich für eine Mischung, denn eine Ausweitung des Gelder für Jugendarbeit ist nicht möglich", ergänzte der Ratsherr. Das Aktionsbündnis besteht aus den Bürgervereinen in Worringen und Roggendorf/Thenhoven, zwei Worringer Onlinemagazinen sowie Bezirksbürgermeisterin Cornelie Wittsack-Junge und Ratsfrau Birgitta Nesseler-Komp als Einzelpersonen. Wie am Rande der Demo zu erfahren war, wurden die Räumlichkeiten immer noch nicht der Stadt Köln übergeben. Es gebe noch keine rechtswirksame Kündigung, gab Thomas Thrumann, Vorstandsmitglied des Trägervereins, als Begründung an. "Die Gespräche mit der Stadt waren bisher unbefriedigend", so Thrumann. "Wir wollen keinen behindern, aber alles muss seinen geordneten Gang gehen." Ralf Heinen zeigte sich erbost, dass die Immobilie immer noch nicht der Stadt übergeben wurde: "Hier muss die Verwaltung eine härtere Gangart einlegen!"




