Rodenkirchen (sb). "Hilf dir selbst, so hilft dir Gott", so lautet die Devise von Thomas Schulte Huermann, Sprecher der Initiative "Eltern für Kinder im Kölner Süden". Nachdem ihr erstes Projekt - der Bau einer Sporthalle am Forstbotanischen Garten - mit Riesenschritten Gestalt annimmt, hat sich die Initiative einem neuen Projekt verschrieben:
einem Sportkindergarten für Köln. Die Initiative will sich nämlich nicht alleine darauf verlassen,dass die Stadt die Betreuungssituation für Vorschulkinderim Kölner Süden verbessert,sondern selbst gegen den Mangel an Betreuungsplätzen aktiv werden. Dabei strebt sie ein für Köln neuartiges Angebot an, das auf einem Sportkonzept basiert. Die Gründungsveranstaltung des Projektes fand im Vereinsheim des Marienburger Sportclubs (MSC) statt, wo Thomas Schulte-Huermann und Lars Hünermann die Pläne der Elterninitiative vorstellten. Sie erklärten einer kleinen Schar von Neugierigen: "Wir wollen dabei kein Sport-Internat eröffnen, noch wird es um Höchstleistungen gehen. Der Betreuungsansatz soll vielmehr dem natürlichen Bewegungsdrang der Kindergerecht werden", erklärte Lars Hünermann. Deshalb soll es jeden Tag Sportangebote geben. Die Kinder sollen so mit Spaß und Freude viele Sportarten kennenlernen. Ziel ist es, die motorischen Fähigkeiten zu trainieren und den Teamgeist zu fördern. "Darüber hinaus sollen normale 'Kindergartenstandards' wie Malen, Basteln, Vorlesen, Singen, Musizieren und Spielen nicht zu kurz kommen", schilderte Hünermann. Zwei mögliche Standorte für die Einrichtung haben die Initiatoren schon ermittelt. Der erste liegt im Rodenkirchener Gewerbegebiet "An der Wachsfabrik". Dort eröffnet eine andere Elterninitiative, das "Netzwerk inklusive Schule", zum nächsten Schuljahr eine neue Gesamtschule. Der Sportkindergarten könnte an der Schule ein Gebäude mieten. Der andere mögliche Standort befindet sich auf dem Gelände des MSC am Forstbotanischen Garten. "Hier kann eine hochwertige Container-Lösung für eine rasche Umsetzung des Projektes sorgen", erläuterte Schulte-Huermann. Denn die Initiative will Gas geben und den Sportkindergarten schon zum Oktober eröffnen - mindestens mit einer Gruppe (24 Kinder), lieber aber mit zwei Gruppen. Die Einrichtung soll für Kinder zwischen drei und sechs Jahren von 7.30 bis 16.30 Uhr geöffnet sein. Das Betreuungsteam soll neben der Leitung ein bis zwei Erzieherinnen, eine Hilfskraft und einen Sporttrainer umfassen. Einen Teil des Personals haben die Initiatoren schon gefunden. Die Beiträge sollen dabei in etwa denen in städtischen Kitas entsprechen. Bei den anwesenden Eltern stieß das Konzept auf große Zustimmung,17 Voranmeldungen liegen bereits vor. "Unsere Idee muss sich aber noch herumsprechen, und wir werden weitere Info-Veranstaltungen machen", erklärte Thomas Schulte-Huermann. Nähere Informationen gibt es unter www.bewegewas.de Ein Sportkindergarten Elterninitiative wirkt dem Mangel an Betreuungsplätzen entgegen.


