Kitas und Schulen im Blick

Sülz/Klettenberg (red). Der Frage, ob Kitas und Schulen für die Zukunft gerüstet sind, ging die CDU Sülz/Klettenberg mit Eltern sowie Kita- und Schulvertretern im Brunosaal nach. Das größte Fragezeichen stand dabei hinter den Kindertagesstätten, vor allem bei der U3-Betreuung. 

Im Stadtbezirk Lindenthal leben rund 4.000 Kinder unter drei Jahren, für rund 30 Prozent gibt es schon einen Betreuungsplatz. Laut Zielsetzung der Stadt sollen es bis August nächsten Jahres 40 Prozent sein. Die CDU-Vertreter sahen die Realisierung aber skeptisch und betonten, dass der Bedarf schon heute bei 60 Prozent liegen würde. Auch bei der Betreuung der Drei- bis Sechsjährigen bestehe Nachholbedarf. Bis zur Vollversorgung aller Kinder fehlten noch 500 Plätze. Deshalb zeigte man sich verwundert, dass die Stadt offenbar externe Investitionsangebote nicht annehme. Denn Vertreter der Kita St. Bruno II berichteten, dass sie gerne eine zusätzliche vierte Gruppe einrichten und auch U3-Betreuung anbieten würden. Die Wohnungsgenossenschaft Sülz/Klettenberg habe sich dabei schon bereit erklärt, in einen dafür notwendigen Neubau zu inves­tieren. Dieser würde nun aber an der Differenzfinanzierung der neuen Gruppe scheitern, weil das Erzbistum Köln nur die bisher bestehenden drei Gruppen bewilligt habe. Passiert sei trotz mehrerer Gespräche mit der Stadt bisher nichts.
Der Kindergarten Kaisers­escher Straße würde derweil gerne für ein paar Stunden die Sportanlagen der gegenüberliegenden Hauptschule Mommsenstraße nutzen. Die Stadt verweigere aber die Bewilligung der Benutzung - obwohl die Mitarbeiter des Kindergartens beobachteten, dass die Anlage oft frei sei.
Probleme gibt es aber auch an den Schulen, so auch am Hildegard-von-Bingen-Gym­nasium. Hier soll ein Erweiterungsbau den Platzmangel beheben. Wie lange es bis dahin noch dauert, ist ungewiss. Die Schätzungen würden, laut Verantwortlichen des Gymnasiums, zwischen zwei und sieben Jahren schwanken. Kurzfristig wäre ihnen wichtig, dass die bisherigen Container nach den Sommerferien - wie zugesagt - durch so genannte "mobile Unterrichtseinheiten in Fertigbauweise" ersetzt würden. Die CDU-Vertreter versprachen, sich der genannten Probleme anzunehmen.

Letzte Änderung: Mittwoch, 13.06.2012 13:19 Uhr

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