Parken am Südfriedhof

Lokalpolitiker und Geschäftsleute wünschen sich mehr Stellplätzen

Zollstock (sb). "Am Südfried­hof fehlen Parkplätze", ­darin sind sich die Rodenkirchener Bezirksvertreter einig. Deshalb beschlossen sie bei ­ihrer jüngsten Versammlung, dass die Stadt prüfen soll, ob dort zusätzlicher, gebührenpflichtiger Parkraum eingerichtet werden kann. 

Den entsprechen­den Antrag hatten die Fraktionen der CDU, der FDP, der Grünen und der SPD gemeinsam gestellt. Als Ort schlagen die Lokalpolitiker das Gelände des städtischen Betriebshofes vor, der auf dem Südfriedhof am Höninger Weg liegt - gegenüber dem Jugendzentrums "Eichi". "Dort könnten bis zu 80 Parkplätze angelegt werden, wenn der Betriebshof besser organisiert würde", lautete die Einschätzung von Monika Roß-Belkner, CDU. Bei großen Beerdigungen kämen viele Trauergäste von außerhalb nicht mit der Bahn, sondern mit dem Auto, und die müssten dann lange nach einem Parkplatz suchen. Angestoßen hatte das ­Thema Birgit Dircks-Menten, Inhaberin eines Blumengeschäftes am Höninger Platz und ­Vizepräsidentin der Kölner Industrie- und Handelskammer (IHK): "Es herrscht hier ein konstanter Parkplatzmangel. Häufig müssen die Friedhofsbesucher weit entfernt parken, aber viele Ältere sind nicht mehr so gut zu Fuß." Die Älteren bildeten jedoch gerade die Hauptbesuchergruppe.­ Die Parkplätze seitlich vom Friedhof vor dem "Eichi" seien­ unbeliebt, weil es keine Wendemöglichkeit gäbe und die Auto­fahrer viel rangieren müssten, beschrieb die Floristin. Bei großen Beerdigungen herrsche schlichtweg ein Chaos. "Die Autos stehen dann in fünfter Reihe und hupen", schilderte sie. Mindestens 50, leicht zugängliche Parkplätze würden fehlen, so Dircks-Menten. Auf Anregung der IHK gab es im Frühjahr einen Ortstermin mit Vertretern des Bezirks, der Stadt und der Geschäftsleute. Den Plan, zusätzliche Parkplätze auf dem Betriebshof zu errichten, lehnt Manfred Kaune, der Leiter des Amtes für Grünflächen und Landschaftspflege, entschieden ab. "Dort wollen wir eine neue Fahrzeughalle für die Multicars, Mäher und Ähnliches bauen", erklärte er. Sein Vorschlag, die vorhandenen Parkplätze alle zu bewirtschaften und so Anwohner und Dauerparker von deren Nutzung abzuhalten, wurde abgelehnt. Für Birgit Dircks-Menten steht eine Neugestaltung des Betriebshofes durch die Stadt einer Parkplatzfläche nicht im Wege: "Das Gelände ist sehr groß und es wird dort jede Menge Grünschnitt - nicht nur vom Friedhof - gelagert. Das könnte man an anderer ­Stelle auf dem Friedhof machen, wenn man guten Willens ist", lautete ihr Fazit.  Einen derart hohen Parkdruck könne er am Hönin­ger Platz nicht erkennen, sagte Manfred Kaune, dennoch bemühe sich die Stadt um ­eine Verbesserung der Situation. Kaune erklärte, er werde sich die Lage noch einmal vor Ort anschauen, zusammen mit dem Leiter des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik. Vor dem Friedhof und in unmittelbarer Nähe gibt es rund 50 Parkplätze, teils kostenlose, teils gebührenpflichtige, mehrere Behindertenparkplätze und vier Taxiplätze. Friedhofsbesucher nutzen aber vielfach auch die angrenzende Kendenicher Straße zum Parken.

Letzte Änderung: Freitag, 15.06.2012 11:27 Uhr

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