Musik verbindet

Buntes Programm beim 11. Internationalen Folklorefest

Deutz (sf). Sehr schnell, erkannte das Publikum die Melodie des kölschen Klassikers, den das Kölner Mandolinen-Orchester "Harmonie" und das Deutz-Akkordeon-Orchester Köln beim Internationalen Folklorefest im Tanzbrunnen gemeinsam anspielten. 

Unter der Leitung des russischen Dirigenten Sergei Kudriaschow spielten die beiden Orchester den Willi Ostermann Klassiker "Ich möch zo Foß nah Kölle jonn". Von der ersten bis zur letzten Zeile sangen die Besucher auf dem bestuhlten und gut gefüllten Open-Air-Gelände des Tanzbrunnens mit, während die Musiker auf der Bühne das Stück mit Bravour meisterten und anschließend mit Applaus belohnt wurden.
Der gemeinsame Auftritt des Kölner Mandolinen-Orchesters und des Deutz-Akkordeon-Orchesters war jedoch nicht der einzige Höhepunkt bei diesem musikalisch sehr abwechslungsreichen Fest: Mit "Air Flamenko" folgte eine sehr temperamentvolle Gruppe, dessen spanische und portugiesische Mitglieder mit Gesang und Flamenco Tanz etwas für das Auge und das Ohr boten.
Insgesamt elf Programmpunkte konnten die Besucher des 11. Internationalen Folklorefestes auf dem Open-Air-Gelände am Rhein bei freiem Eintritt erleben. Sechs verschiedene Nationen standen während des siebenstündigen Programms auf der Bühne, unter ihnen ein koreanischer Frauenchor und eine brasilianische Trommlergruppe. Auch Schüler- und Kindergruppen wirkten mit.
Erstmals beim Folklorefest dabei waren Mädchen und Jungen der Grundschule Friedlandstraße aus Holweide, die Lieder in kölscher Sprache vortrugen. Das gesamte Programm wurde vom Kölner Stadtmusikverband zusammengestellt, der sich der Pflege der musikalisch-kulturellen Bindung für Kölner Bürger aller Altersstufen verschrieben hat: "Ziel des Festes ist es, Vereine zusammenzubringen und miteinander zu verknüpfen", erklärt Reginald Bäffgen, Geschäftsführer des Stadtmusikverbandes Köln. Mit dem Folklorefest möchte der Stadtmusikverband, dem zirka 50 Musikvereine angehören, jedes Jahr Amateurgruppen aus Köln und dem Umland fördern.
Dabei sollen nicht nur verschiedene Nationen, sondern auch verschiedene Musikrichtungen miteinander verbunden werden. Neben der Begegnung zwischen dem Kölner Mandolinen-Orchester "Harmonie" und dem Deutz-Akkordeon-Orchester Köln war auch der gemeinsame Auftritt des Ersten Kölner Shanty Chores der Marinekameradschaft Köln von 1891 mit dem Ersten Kölner Akkordeon-Orchester ein Highlight des Folklorefestes. Das Publikum im gut besuchten Tanzbrunnen zeigte sich stets begeistert und spendete - ebenso wie bei allen weiteren Auftritten - jede Menge Applaus.

Letzte Änderung: Montag, 18.06.2012 12:20 Uhr

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