Kalk (pas). Die Künstlerin Monika Tiedemann aus Norddeich malt und erschafft mit einer Kettensäge Holzskulpturen. Umso neugieriger ist sie auf die Werke ihrer Kollegen. Die Skulptur "Einst trafen sie sich", von Sylvia Dölz hat es ihr besonders angetan.
Tiedemann, Dölz und sieben weitere Künstler trugen mit
ihren Werken zur Ausstattung des neuen Skulpturenparks auf dem
Gelände des Vision e.V. in der Neuerburgstraße bei, der
vor wenigen Tagen eröffnet wurde.
"Die Skulptur ist mir sofort aufgefallen", so Tiedemann,
die selbst eine Frauenfigur, mit der Kettensäge aus Eichenholz
geschnitten, ausstellt. Aber auch die Werke der anderen Kollegen
interessieren sie sehr. So hat Berthold Welter ein tonnenschweres
Sofa aus Stein geschaffen mit dem Titel "Nehmen Sie
Platz" oder Bernd Müller zwei Stelen mit gestikulierenden
Händen unter dem Titel "Botschaften" ausgestellt.
Der Tiroler Künstler Mario Gasser lässt seine Windbraut
im Skulpturenpark schweben.
"Die Idee stammt von Dieter Mück, einem Mitglied des
internationalen Künstlernetzwerks Crossart", so Marco
Jesse von Vision e.V. Mück habe bereits mehrere
künstlerische Projekte mit dem Verein gestaltet, wobei er von
der Bürgerstiftung Kalk Gestalten unterstützt wurde. Sinn
sei es, auf diese Weise die Drogengebraucher, die von Vision e.V.
betreut werden, und die Kalker Bevölkerung einander näher
zu bringen. Jesse: "Was eignet sich besser als ein mit Kunst
gestalteter Raum als Begegnungsstätte."
Sieben Monate brauchte es, bis alle Skulpturen aufgebaut waren. Zur
Eröffnung staunte Kölns Bürgermeisterin Elfi
Scho-Antwerpes über den Ideenreichtum der Künstler und
betonte: "Dieser Skulpturengarten ist für alle offen,
für die Drogengebraucher genauso wie für alle Kalker
Bürger." So könne Vision e.V. den Menschen seine
Arbeit näher bringen und Berührungsängste abbauen.
Der Skulpturengarten ist noch mindestens ein Jahr lang montags bis
donnerstags von 9 bis 15.30 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr
geöffnet.



