Müngersdorf (cd). Eineinhalb Jahre nachdem die Jahrzehnte alte Dampfwalze auf dem Waldspielplatz am Kämpchensweg auf Grund von Sicherheitsbedenken abgebaut werden musste, konnte nun eine neue aufgestellt werden.
Engagierte Mitglieder des Bürgervereins Müngersdorf hatten in Zusammenarbeit mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie sowie der Unterstützung vieler Firmen eine Ersatzwalze organisiert, die nach Prüfung des TÜV Rheinland nun auch modernen Sicherheitsstandards genügt. Den Spezialtransport des neun Tonnen schweren Spielgerätes übernahm kostenfrei die Firma Colonia. "Dafür sind wir sehr dankbar", erklärte Anton Bausinger vom Bürgerverein, "wenn wir den Transport hätten bezahlen müssen, wären wir jetzt pleite." Der Bauunternehmer war eine der treibenden Kräfte hinter dem Projekt: "Ich habe mich sehr geärgert, als ich damals gemerkt habe, die Walze ist weg. Ich habe als Kind auch dort gespielt und habe heute selbst drei Kinder, denen das auch vergönnt sein soll." Er machte die 1936 gebaute Dampfwalze ausfindig, die als Wahrzeichen des Müller Tiefbau-Unternehmens in Marsdorf stand und von diesem freundlicherweise gespendet wurde. Anschließend wurde sie in den Hallen von Anton Bausingers Firma aufwendig auf ihren neuen Einsatzort vorbereitet. "Das ganze Innenleben musste ausgebaut und das Dach abmontiert werden", so Bausinger. Danach wurden die Räder mit Gitterrosten abgesichert und anstelle des Dachs ein Sicherheitsbügel angebracht. Insgesamt dauerte die "Restauration" gute eineinhalb Jahre. "In diesem Projekt stecken rund 500 Schlosserstunden und viele Telefonate mit dem TÜV", schmunzelte Bausinger. Dank des großzügigen Sponsorings zahlreicher Firmen konnten die Kosten am Ende auf 10.000 Euro beschränkt werden. Die Dampfwalze ist jedoch nicht das einzig Neue, denn das Amt für Kinder, Jugend und Familie nutzte die Gelegenheit zu einer umfassenden Neugestaltung des Waldspielplatzes. So werden zur Zeit noch eine Seilbahn, ein neuneinhalb Meter hoher Rutschenturm und eine Spielbaustelle mit Sandbagger gebaut. Für Jugendliche wird darüber hinaus ein Basketballfeld angelegt. "Das wäre sowieso bald nötig gewesen", sagte Susanne Müller vom Amt für Kinder, Jugend und Familie, "denn immer mehr der alten Geräte hätten abgebaut werden müssen. Deswegen haben wir uns zu dieser Komplettmaßnahme entschlossen." Lange müssen die Kinder nicht mehr warten, bis sie den erneuerten Spielplatz in Besitz nehmen dürfen. Noch im Sommer soll die Installation der Spielgeräte abgeschlossen sein.


