Innenstadt (ha). Einen Steinwurf vom Bauplatz des Opernquartieres entfernt haben auch auf dem L.-Fritz-Gruber-Platz die Arbeiten begonnen. Auf dem Terrain zwischen Brückenstraße und Herzogstraße soll in den nächsten vier Monaten ein Treffpunkt entstehen, der dem Wirken des international renommierten Fotografen Leo Fritz Gruber ein Denkmal setzt.
Aus dem Parkplatz soll eine Begegnungsstätte werden, mit schwarzem Natursteinpflaster als Bodenbelag, der von weißen Betonplatten in einem Rechteck wie eine Fotografie eingefasst ist. Zudem erhält das Terrain eine Nachtbeleuchtung. Bänke und Fahrradständer runden die neue Erscheinung ab. Nach langjährigen Diskussionen über die Bauausführung geht das Projekt nun in seine finale Phase. Dem Auftakt der Bauarbeiten wohnte neben unter anderen Bezirksbürgermeister Andreas Hupke und Architektin Hiltrud M. Lintel auch die Witwe des Platz Namensgebers, Renate Gruber bei. "Ich freue mich sehr über die Umgestaltungsmaßnahmen. Dies wird der hübscheste kleine Platz in der Stadt, den ich mir denken kann. Ich werde so oft es geht hier vorbeischauen und mich am Anblick erfreuen", sagte Renate Gruber. Als Ausgleich für die entfallenden Abstellplätze bietet die Stadtverwaltung den Bürgern rund dreißig bisher nicht zugängliche Parkplätze in der Umgebung des Platzes an. Die Baukosten des Projektes betragen rund 670.000 Euro. Leo Fritz Gruber errang als Fotograf und Mitbegründer der Messe "Photokina" Weltruf. Der Fotohistoriker verstarb 2005 im Alter von 96 Jahren.


