Ehrenfeld (sf). Auf dem Helios-Gelände wird kein Einkaufszentrum gebaut, dies ist das Ergebnis des Bürgerbeteiligungsverfahrens zur Zukunft des vier Hektar großen, teils brach liegenden Geländes zwischen Ehrenfeldgürtel und Heliosstraße.
Die Bürgerbeteiligung startete im letzten Dezember unter dem Titel "Helios-Forum". In mehreren Workshop- Phasen wurden Wünsche und Ideen zur Zukunft des Helios- Geländes gesammelt und in themenorientierten Gruppen erarbeitet. Von Beginn an sprachen sich die Workshop-Teilnehmer dabei gegen den Bau eines Einkaufs- zentrums aus, da Ehrenfeld hinsichtlich des Einzelhandels gut versorgt sei. Paul Bauwens-Adenauer, Investor des Helios-Geländes, hatte ursprünglich den Bau eines Einkaufszentrums auf dem Areal geplant. Er zog diese Absicht jetzt aber zurück. Während der Workshop-Phasen kristallisierte sich unter den Bürgern immer wieder der Wunsch nach einer Schule auf dem Helios-Gelände heraus. Auf besonders große Resonanz stieß dabei die Idee einer Inklusiven Universitätsschule, in der Kinder und Jugendliche in ihren unterschiedlichen Voraussetzungen gemeinsam gefördert werden und eine Schullaufbahn von der ersten Klasse bis hin zum Abitur möglich ist. Nach dem Abschluss der Workshop-Phasen ist jetzt ein Wettbewerb zur städtebaulichen Planung solch einer Schule auf dem Helios-Gelände geplant. Das Votum der Bürger ist jedoch noch keine definitive Zusage für eine Universitätsschule: Die Entscheidung fällt letztendlich der Stadtrat. Im Rahmen der Abschluss- präsentation zur Bürgerbeteiligung wies das Stadtplanungsamt aber auch darauf hin, dass die Planungsphase für die gewünschte Universitätsschule längere Zeit in Anspruch nehmen wird. Derzeit geht man von drei bis vier Jahren aus. Aber auch bei den nächsten Planungsschritten möchte man die Bürger einbinden und sie mit Informations- und Diskussionsveranstaltungen über den aktuellen Stand der Dinge aufklären: "Die Bürger wollen informiert werden, und das habe ich ihnen zugesagt", betonte Bezirksbürgermeister Josef Wirges.

