Lesen im Turm

Zweisprachige Angebote, die zum Lesen motivieren

Kalk (kg). Die Pläne zeigen einen Grundriss: Die Köln-Arcaden und das Parkdeck, im Zentrum den Turm. "minibib" ist dort zu lesen. 

Im Erdgeschoss soll sie eingerichtet werden. Zwischen Turm und Einkaufszentrum ist Außengastronomie geplant. Der Bereich könnte ab den Herbstferien zum lesen und verweilen einladen. An dem Pilotprojekt zur zweiten "minibib" (die erste befindet sich im Stadtgarten)arbeiten der Förderverein der Stadtbibliothek, die Köln Arcaden und die Bürgerstiftung KalkGestalten: "Die Zeitschiene ist im Laufe des Sommers durchsetzbar, wir waren frühzeitig beim Bauaufsichtsamt", sagt Sascha Twesten, Centermanager der Köln Arcaden. Zusammen mit Anton Bausinger, dem Vorsitzenden des Fördervereins der Stadtbibliothek Köln, erklärt er: "In den Herbstferien könnten wir in Betrieb gehen". Bausinger: "15.000 Euro sind dafür reserviert". Das Geld stammt aus dem Kapital des Fördervereins und ist für die Ausstattung gedacht. Eigentümerin des Turms und der Köln Arcaden ist die Management für Immobilien (mfi) AG mit Sitz in Essen. Twesten teilte mit, dass unter anderem Elektro, Wasser und Internetanschluss im Turm liegen. Seitens der mfi kämen Installationen wie Heizung und Fußboden dazu. Judith Petzold, Sprecherin der Stadtbibliothek Köln: "Es soll eine Verbindung zur Stadtteilbibliothek entstehen". Die "minibib" soll zweisprachige Angebote enthalten und möglichst - so wie das Gegenstück im Stadtgarten - montags bis sonntags geöffnet werden. "Wir wollen uns an die Kinder und Jugendlichen, insbesondere mit Migrationshintergrund, wenden", erklärt Bausinger. Im vergangenen Sommer regte Julius Knappertsbusch, der Vorsitzende des Stiftungsrats der KalkGestalten die Idee einer "minibib" im Turm an. "Die Stiftung unterstützt das gesellschaftliche Leben im Stadtteil", sagt er. Der Turm ist ein Symbol der Bürgerstiftung und wäre der ideale Sitz der KalkGestalten. Für Bezirksbürgermeister Markus Thiele ist das Projekt unter anderem im Hinblick auf die Mehrsprachigkeit von Bedeutung. Wer sich im Vorfeld ehrenamtlich für das Pilotprojekt engagieren will, erreicht Judith Petzold unter 0221/ 221-23810. Information Pendant zum Stadtgarten Die "minibib", auch unter Kölner Bücherbüdchen bekannt, ist neben dem Konzept der niederschwelligen Leseförderung ein bürgerschaftliches Engagement. Im Kölner Stadtgarten konnte sie mit 1000 Büchern ausgestattet werden. Ohne Formalitäten und Kosten kann sich dort jeder ein Buch ausleihen und es nach 14 Tagen zurückgeben.

Letzte Änderung: Freitag, 29.06.2012 14:02 Uhr

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