Von Detlev Junker
Wesseling. Auf Einladung des Wesselinger Kunstvereins unter Vorsitz von Dagmar Ueding, zeigt der in Leipzig geborene Künstler Jürgen Strege seine Ausstellung " Gelber Dom"-Malerei.
Zur Vernissage erklärte Ueding den Begriff "Gelber Dom" Danach gab es 1948 einen Briefblock in gelber Farbe mit dem Motiv des Kölner Doms. Die Alliierten ließen diesen Briefblock nicht zu, er wurde bis auf ein Exemplar, das bis heute bei der Telekom liegt, eingestampft. Durch die Vernichtung erhöht sich der Wert.
2007 wurde der Block im Wert von einer Millionen Euro auf einer Ausstellung gezeigt. Strege stellt die Frage nach der Werterhöhung durch Vernichtung und wohin das führt. Damit liegen der Künstler und der Kunstverein ganz im Trend. Die documenta 13, die bereits eröffnet ist, hat das Leitmotiv: Collapse and Recovery, Zusammenbruch und Aufschwung. Hier sind der Niedergang und der Neuanfang bestimmende Themen, damit verbindet sich die Gegenwart mit dem zurückliegenden Jahrhundert.
Der Titel "gelber Dom" ist Sinngeber und bezieht sich auf jedes einzelne Element der Ausstellung", sagte Ueding. "Strege spielt in seinem Werkkomplex "Museumsbilder" mit der Möglichkeit, was wäre, wenn die Bilder im Museum ausgetauscht würden. Hier sehen wir anstelle von Gemälden Zahlenbriefmarken", so Ueding.
Und weiter: "Strege gibt keine Antworten, mit seinen Arbeiten stellt er Fragen, Fragen an uns!" Bis zum 29. Juli können die Besucher die "Gelbe Dom"-Malerei samstags und sonntags von 15 bis 17 Uhr im Artforum an der Bonner Straße 43 sehen.
















