Sülz (ha). Mit viel Applaus wurden die Nachwuchsschauspieler der Förderschule Redwitzstraße nach drei Darbietungen des Stückes "Wie aus dem Leben" von ihren Zuschauern verabschiedet.
In den Szenen stellten die Akteure alltägliche Situationen
vor, die die Komik, aber auch die Tragik des Alltags
widerspiegelten. Theaterpädagoge Daniel Zambra und seinen zehn
jungen Darstellern gelang - nach einjähriger Probezeit - der
Transport banal anmutender Momente, die sich aber bei genauerer
Betrachtung als unzählige reflektierende
"Schicksalssplitter" offenbarten, die im Leben wohl nicht
zu umgehen sind. Die Auswirkungen dieser Spitzen, die tief in die
Seele schnitten oder an nackten Füßen kitzelten, waren
mal schmerzlich, mal amüsierend - vom schüchternen
Lehrer, der von seinen Schülern verlacht und von seinen
Kollegen ausgenutzt wird, über die beschwerliche
Wohnungssuche, die von einer leeren Geldbörse begleitet wird,
bis hin zu tierischen Freunden auf vier Pfoten, die für
ungeahnte Veränderungen sorgen, alles war "Wie aus dem
Leben". Die fünfte Kooperation zwischen dem
Casamax-Theater und der Bildungsinstitution für Schüler
mit geistiger Behinderunmuss jedoch, trotz der langjährigen
Erfolge, um ihre Fortsetzung bangen. Ein Antrag auf
Fördermittel zur weiteren Finanzierung des Projekts wurde nach
Verlautbarungen des Schulverwaltungsamtes abgelehnt. Ein
entsprechender Beschluss erfolgte demnach von den
Entscheidungsträgern des Landesprogramms NRW Kultur und
Schule. "Wir wissen um die fruchtbare Arbeit zwischen der
Förderschule und dem Theater. Die Satzung
des Förderprogramms sieht aber eine breite Streuung der Gelder
vor. Möglichst viele Schulen sollen in den Genuss dieser
Angebote kommen", erklärte die Leiterin des Kölner
Schulverwaltungsamts, Ulrike Heuer. Man sei jedoch sehr
zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit durch andere
Fördermaßnahmen weiter fortgeführt werden
könne, so Heuer.


