Ehrenfeld (ac). "Die Schüler, die an der Aktion teilgenommen haben, gehören nicht zu denen, die eine Bahn beschädigen", ist sich Michael Nitkowski, Schulsozialarbeiter an der Hauptschule Baadenberger Straße, sicher.
Für ihn ist das Projekt "eine Ergänzung für
das soziale Lernen an der Schule". In mehreren
Trainingseinheiten schulten die KVB-Mitarbeiter Steffi Grieff und
Helmut Albrecht Siebtklässler der Schule für ihre
ehrenamtliche Tätigkeit als Fahrzeugbegleiter. Ausgestattet
mit einem Ausweis sollen sie Gleichaltrige ansprechen, wenn es in
Bus und Bahn auf dem Schulweg Ärger gibt.
"Wir sollen Vorbilder sein", erklärt Lara (13),
"wenn zum Beispiel jemand die Füße auf den Sitz
legt, sollen wir ihn auffordern, die runterzunehmen". Oberste
Regel ist aber: sich nicht provozieren lassen. Die Hauptschule
Baadenberger Straße nahm erstmals am Projekt
"Fahrzeugbegleiter" teil. Der Kontakt entstand durch die
Zusammenlegung mit der Hauptschule Overbeckstraße, die bereits
"Fahrzeugbegleiter" schulen ließ (der KWS
berichtete). Mittlerweile, so Projektleiter Hermann-Josef Doerfner,
haben 1.412 Schüler aus 25 Schulen an dem Projekt
teilgenommen. Allein im letzten Schuljahr kamen rund 400
Schüler dazu. "Und man hört von den Fahrern, dass es
in den Bahnen ruhiger geworden ist", freut sich Doerfner.
Schulen, die am Projekt teilnehmen möchten, melden sich unter
Telefon 0221/ 5473339.


