Köln (mp). Die Hauptschule Gereonswall wird zu den
Sommerferien schließen, ihre Schüler werden auf
andere Schulen verteilt. Jetzt schufen 13 Schülerinnen und
Schüler der Klasse 8a eine farbenprächtige Erinnerung an
die HS in der Mehrzweckhalle der Jugendfreizeitanlage
Klingelpütz.
Zusammen mit ihrem Lehrer Christoph Jansen dekorierten sie unter
Anleitung von Dozentin Susanne Hanf der Jugendkunstschule Köln
in ihrem Kunstprojekt "Starke Art am Klingelpütz"
die multifunktionale Halle prächtig multikulturell zum Thema
"Ornamente aus aller Welt". Freundlich unterstützt
wurden sie über ein Schulhalbjahr hinweg durch die Kooperation
zwischen Jugendkunstschulleiterin Sisko Zielbauer und Bettina
Dichant, Leiterin der Freizeitanlage. Die Jugendlichen
beschäftigten sich intensiv mit Raumerfassung und
Innenarchitektur, setzten sich zur Gestaltung der Halle mit
Ornamenten verschiedener Kulturen auseinander. Sie entdeckten dabei
Anregungen aus Peru, Griechenland, Iran und arabischen
Ländern. Heraus kamen dabei atmosphärisch sehr
beeindruckende Mosaikflächen aus Kacheln auf Wandpfeilern und
in Wandnischen, Wandbilder und Leinwände mit Stempeldruck.
Zuvor war der Raum in einem von der Firma "Michels Raumideen
aus Köln" gespendeten Wunschfarbton gestrichen worden.
Die Fliesen für die Mosaike waren vom "Doll Bau- und
Fliesenfachhandel" zur Verfügung gestellt worden. Die
Schüler dachten sich die Ornamentmosaike selbst aus, stellten
Fliesenbruch aus Kacheln her, dessen bunte Splitter mit
Flexmörtel auf Holzbrettern aufgebracht, durchgetrocknet und
später mit dem Mörtel verfugt an die Wand angebracht
wurde. Den Hauptschülern bleibt die Halle zur kostenlosen
Nutzung und als Andenken an ihr enthusiastisches Gestalten
erhalten.
In seinem Grußwort regte Bezirksbürgermeister Andreas
Hupke an, die leuchtenden Ornamentkacheln im U-Bahnhof Deutz-Messe
zu verwenden. Dort müssen 30 Jahre alte und lose gewordene
Kacheln laut aktueller BV-Beschlussvorlage abgeklopft werden.


