Urbach (km). Der um sich greifende Trend der Verkürzung der Schützenfeste machte auch vor Urbach nicht halt. Dennoch brauchte keine Punkt gestrichen zu werden, es wurde alles nur enger gelegt. So musste das, üblicherweise montags stattfindende Schießen um die Majestäten vorgezogen werden.
Das für alle offene Bürgerkönigsschießen
startete bereits am Samstagabend. Nach einem harten Wettkampf und
dem 264. Schuss sicherte sich Mario Schubert den Titel. Bei den
Damen ging es auch nicht viel schneller, hier brachte der 228.
Schuss Barbara Binder die Würde der Bürgerkönigin.
Nach einem unterhaltenden Abend, ging es dann mit den
Jungschützen am Sonntagvormittag weiter. Im Laufe des
Wettbewerbs kristallisierten sich drei ernsthafte Bewerber heraus,
darunter auch Philipp Zsambok, der mit dem 231. Schuss den
Wettbewerb für sich entschied. War das Wetter bis dahin noch
ganz gut, verschlechterte sich zunehmend je näher der Festzug
rückte. Der Urbacher Brudermeister Harald Zsambok war
zunächst noch optimistisch und wollte mit Verspätung
starten. Doch der Regen wurde immer stärker, sodass der
Festzug, besonders zum Leidwesen der amtierenden Majestäten,
abgesagt werden musste. Der Dank der Urbacher Schützen galt
nicht nur den viel Schützenbrüder und -schwestern der
befreundeten Bruderschaften für ihr Erscheinen, sonders
besonders den Musikkapellen, die es sich nicht nehmen ließen
auf dem Hof hinter dem Schützenheim ein kleines Platzkonzert
zu spielen. Nach dem Kaffee mit Kuchen begann dann das
Königsschießen. Wie bei den Jungschützen
kämpfen auch bei den Schützen am Ende drei Kandidaten um
den Titel. Neuer König der Urbacher Bruderschaft wurde mit dem
274. Schuss Schießmeister Werner Schönau. Nach dem
üblichen Programm des Montags, stand dann erstmals an diesem
Tag um 20 Uhr der Krönungsball an. Bei dieser Gelegenheit
wurden auch verdiente Mitglieder ausgezeichnet. So erhielt Marianne
Sahler für ihren unermüdlichen Einsatz für die
Bruderschaft den Silbernen Verdienstorden der Historischen
Deutschen Schützenbruderschaften. Ein besondere Auszeichnung
wurde dem ehemaligen Schießmeister der Urbacher Schützen,
Johannes Backhausen verliehen. Der Diözesanschießmeister
Karl-Josef Klick, aus Alfter bei Bonn, verlieh ihm das
Verdienstkreuz des Sports in Silber für seine beispielhaften
Einsatz als Schießmeister und seine hervorragende
Schießleistungen, darunter auch mehrfacher
Diözesanmeister. Bei der anschließenden Krönung
erhielten die neuen Majestäten ihre Insignien. Der neue
Schützenkönig Werner Schönau wird von seiner
Lebensgefährtin Veronika Bliefnik in seinem Regentenjahr
begleitet, während der Jungschützen-Prinz Philipp Zsambok
sich Andrea Jung zur Prinzessin erkor. Die
Bürgermajestäten erhielten neben ihrer Königskette
erstmals die vom Bürgerkaiser Wolfgang Punzet und seiner Frau
Carmen gestifteten Wanderpokale. Ein weiterer neuer Wanderpokal
"Königinnenpokal" wurde von Hannelore
Mörschbacher gestiftet. Diesen sicherte sich Petra Dumm mit 73
Ringen, während sich die Stifterin mit 74 Ringen den
Frauenpokal sicherte. Trotz Wetterkapriolen und verkürztem
Fest blick die Urbacher Schützen zufrieden auf ein gelungenes
Fest zurück.

