Chorweiler (as). "Eigentlich sollten sie Glücksbären heißen", findet Sozialarbeiterin Anne Rohwer. Gemeint sind 100 rote, gelbe, grüne und blaue Teddys.
Zwei große Waschkörbe voll mit selbstgestrickten und
gehäkelten Teddybären warteten darauf, an die Senioren
des AWO Marie-Juchacz-Zentrums verteilt zu werden. "Die
handgearbeiteten Bären rufen in den alten Menschen
Erinnerungen an ihre Schulzeit und den Handarbeitsunterricht wach.
Das gibt ihnen ein Gefühl von Vertrautheit."
Zu verdanken haben die Senioren die bunten Seelenfreunde dem
Ehepaar Uwe und Susanne Stumpf. Sie haben sich zur Aufgabe gemacht,
Menschen in besonders schwierigen Lebenssituationen eine Freude zu
bereiten. Im März 2011 gründeten die Stumpfs die
Initiative "Hilfe für Frühchen und Kinder in
Not". Mit selbst gehäkelten oder gestrickten
Teddybären spendeten sie vor allem kranken und verletzten
Kindern Trost. Rund 3.000 Teddybären, 400 Paar
Kindersöckchen und 300 Mützen wurden seit Gründung
des Vereins an Kinderkrankenhäuser, Hospizvereine,
Rettungsdienste und Seelsorgeteams übergeben. Nun
überlegen Rohwer und ihre Kollegen, einen Strickkreis zu
gründen, an dem auch Bewohnerinnen des Zentrums teilnehmen
können.


