Köln (ak). Diese Frage stellten sich Passanten, die im Rheinauhafen unterwegs waren. Andere wussten es besser und waren extra für die Parade, die im Rahmen des 5. "Encontro Europeu de Maracatu" stattfand, in den Rheinauhafen gekommen.
Maracatu ist ein traditioneller, afro-brasilianischer Rhythmus,
der aus dem Nordosten des Landes stammt und dort bis heute stark
verbreitet ist. Er entstand im 17. Jahrhundert und wurzelt in der
Musik und der Tradition der afrikanischen Sklaven, die nach
Brasilien gebracht wurden. Erzählt wird die Herkunft der
Götter (Orixas) in der afro-brasilianischen Religion
Candomblé. Diese werden mit ihrer individuellen Ausdrucksform
in Rhythmus, Kostüm und Tanz dargestellt. Die Musik liefern
Trommeln und anderen Schlaginstrumenten begleitet von Bläsern,
Gitarre und dem typischen Wechselgesang. Im Rheinauhafen
vermittelten Tänzer, Sänger und Trommler das
brasilianische Lebensgefühl. Der Umzug führte die
aufwendig kostümierten Teilnehmer vom Schokoladenmuseum durch
den Rheinauhafen bis hin zum Harry-Blum-Platz. Einige Tausend
Besucher hatten sich dafür eingefunden. Bis zum
Harry-Blum-Platz bildeten sie ein Spalier, doch dann bog die Parade
hinter dem Sport- und Olympiamuseum zum Rheinufer ab. Parallel dazu
setzten sich die Besucherströme in Richtung Rheinufer in
Bewegung. Der Kölner Verein "Maracatu Colonia e.V."
organisierte in diesem Jahr das europäische Maracatutreffen.



