Ist schon wieder Karneval?

Köln (ak). Diese Frage stellten sich Passanten, die im Rheinauhafen unterwegs waren. Andere wussten es besser und waren extra für die Parade, die im Rahmen des 5. "Encontro Europeu de Maracatu" stattfand, in den Rheinauhafen gekommen.

Maracatu ist ein traditioneller, afro-brasilianischer Rhythmus, der aus dem Nordosten des Landes stammt und dort bis heute stark verbreitet ist. Er entstand im 17. Jahrhundert und wurzelt in der Musik und der Tradition der afrikanischen Sklaven, die nach Brasilien gebracht wurden. Erzählt wird die Herkunft der Götter (Orixas) in der afro-brasilianischen Religion Candomblé. Diese werden mit ihrer individuellen Ausdrucksform in Rhythmus, Kostüm und Tanz dargestellt. Die Musik liefern Trommeln und anderen Schlaginstrumenten begleitet von Bläsern, Gitarre und dem typischen Wechselgesang. Im Rheinauhafen vermittelten Tänzer, Sänger und Trommler das brasilianische Lebensgefühl. Der Umzug führte die aufwendig kostümierten Teilnehmer vom Schokoladenmuseum durch den Rheinauhafen bis hin zum Harry-Blum-Platz. Einige Tausend Besucher hatten sich dafür eingefunden. Bis zum Harry-Blum-Platz bildeten sie ein Spalier, doch dann bog die Parade hinter dem Sport- und Olympiamuseum zum Rheinufer ab. Parallel dazu setzten sich die Besucherströme in Richtung Rheinufer in Bewegung. Der Kölner Verein "Maracatu Colonia e.V." organisierte in diesem Jahr das europäische Maracatutreffen.

Letzte Änderung: Dienstag, 24.07.2012 09:11 Uhr

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