Seeberg (hub). "Abwehren und sofort danach den Stoß. Prima", lobte Fecht-Trainer Manfred Herrig ein Mädchen. Im Rahmen von "Action am See" konnten sich bei ihm Jugendliche im Degen-Fechten ausprobieren.
Außerdem konnten man unter anderem die Sportarten
Kanufahren, Surfen, Slacklining und Bogenschießen kennen
lernen.
Die Idee zu dieser Veranstaltung entwickelte sich vor dreizehn
Jahren im Arbeitskreis Offene Kinder- und Jugendarbeit im
Stadtbezirk Chorweiler (AK Nord). Das Ziel aller Einrichtungen ist
Spaß, Sport und Action, aber wichtig ist es ihnen auch, in
entscheidenden Lebensabschnitten Hilfe zu geben. Die Wege dorthin
sind jedoch in den einzelnen Einrichtungen unterschiedlich.
Bei "Action am See" haben die Jugendlichen die
Möglichkeit, die Einrichtungen, aber auch deren Teilnehmer
kennen zu lernen. Das Angebot wird normalerweise im Rahmen des
stadtweiten Programms der Arbeitsgemeinschaft Offene Tür
(AGOT) angeboten. Doch am 15. Juni mussten die Veranstalter
angesichts des schlechten Wetters absagen und "Action am
See" fand nun während des zweiwöchigen
Sommerferienprogramms des AK Nord statt.
Seit 2011 ist die Firma Blackfoot, dessen Gelände am
Fühlinger See auch genutzt wurde, als erweiterter
Kooperationspartner dabei.
Jugendpflegerin Martina Zuber-Goljuie findet es wichtig, dass
Jugendlichen ein Angebot unterbreitet wird statt sie nur mit
Verboten von öffentlichen Plätzen zu vertreiben.
"Action am See kann nur deshalb stattfinden, weil sich die
Einrichtungen zusammengetan haben und nur so ein
breitgefächertes Programm angeboten werden kann", so
Zuber-Goljuie. "Aber ebenso wichtig ist die finanzielle
Unterstützung über die bezirksdienlichen Mittel durch die
Bezirksvertretung Chorweiler", ergänzte die
Jugendpflegerin. "Die Jugend braucht gerade im
sozialstrukturschwachen Stadtbezirk Chorweiler mehr
Unterstützung", bringt sie es auf den Punkt.
"Im rechten Winkel mit der Spitze treffen, sonst löst das
Signal nicht aus", gibt der Fecht-Trainer einem anderen
Teilnehmer den Rat.



