Urbach (sr). "Aber ich kann gar nicht malen" ist wohl der häufigste Satz, den die Porzer Künstlerin Christa Willems erst einmal von neuen Senioren in ihrem Maltreff hört. Doch am Ende malen alle mit. "Ich bin so voller Ideen und möchte davon etwas abgeben", erklärt Willems ihr Engagement. Doch es geht um weit mehr. "Ich weiß gar nicht was ich hier soll. Ich war immer nur Hausfrau. Malen kann ich nicht. Es hat doch alles keinen Sinn mehr", erzählt eine Dame, die ganz neu im Altenzentrum Urbach ist und zum ersten Mal in den Maltreff kommt. Sofort fängt Willems an zu zeichnen, auf dem Blatt der Dame. Und es entwickelt dabei sich ein tröstendes Gespräch. "I mog nimmer", verrät Alfons Redl leise, ein Landwirt aus Bayern, den die Liebe nach Köln gebracht hat. "Mir tut alles weh", doch wenn er mit Säge und Feile den Speckstein vor sich bearbeitet, dann leuchten die Augen und alles ist für ein paar Stunden gut.
Malkunst und Freude
Im Maltreff der Künstlerin Christa Willems wird gemalt, getröstet, geredet und viel gelacht.
Letzte Änderung: Mittwoch, 25.07.2012 12:34 Uhr
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