Müngersdorf (vd). Die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS) ist nicht nur eine Bildungseinrichtung, sondern auch eine offizielle Partnerhochschule des Spitzensports.
"Die Affinität der DSHS zum Leistungssport ist groß, und das ist nicht zuletzt Rektor Prof. Dr. Walter Tokarski zu verdanken", erklärte Dr. Norbert Stein, der Sportdirektor des Leichtathletik-Teams der Deutschen Sporthochschule Köln (LT DSHS). Und so verwundert es auch nicht, dass die "Spoho" auch bei den XXX. Olympischen Spielen in London vertreten sein wird, und zwar "nicht nur auf der Seite der Athleten. Prof. Dr. Mario Thevis von unserem Institut für Biochemie wird beispielsweise wieder als Dopingkontrolleur in London im Einsatz sein", hob Prof. Dr. Tokarski hervor, der ebenfalls vor Ort sein wird. Im Fokus des Interesses stehen aber naturgemäß die Athleten, und da hat die "Spoho" gleich zwei Medaillenhoffnungen zu bieten - Leena Günther und Max Weinhold. SprinterinLeena Günther hat sich auf die Staffel spezialisiert, mit der sie kürzlich gerade erst den EM-Titel in Helsinki gewann. Max Weinhold ist die Nummer 1 der Hockeymannschaft und wird in London wieder das Tor hüten - am liebsten so erfolgreich wie vor vier Jahren, da gewann er Gold in Peking. In diesem Jahr zählt das deutsche Team wieder zu den Favoriten, "aber wir gehen das 'Step-by-Step' an. Olympia ist ein hartes, schweres Turnier. Zunächst einmal wollen wir uns für die Halbfinalspiele qualifizieren. Wenn uns das gelingt, dann wollen wir natürlich auch wieder Gold gewinnen", so Max Weinhold. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Dies galt für Leena Günther sogar schon in Richtung Olympia: "Ich hatte zwischendurch schon relativ große Zweifel, dabei zu sein", erklärt Kölns Sportlerin des Jahres 2011. Der Durchbruch gelang ihr ausgerechnet bei der EM in Helsinki. "Da hat mir der Bundestrainer sein Vertrauen geschenkt, und ich konnte es mit meiner Leistung zurückzahlen." Denn nach der Umstellung ihrer Laufposition in der Staffel, von der zweiten an die Startposition, musste die Uni-Studentin, die ihre sportliche Heimat an der "Spoho" und im LT DSHS hat, ihren Kurvenlauf verbessern - mit Erfolg: "Beim EM-Erfolg war sie so schnell wie keine deutsche Start-Läuferin in den letzten vier Jahren", freute sich ihr LT-Trainer, Andreas Gentz. Und wenn sie bei der Olympia-Generalprobe in Weinheim am 27. Julinicht einbrechen sollte, wird sie wohl die deutsche Staffel als Startläuferin in den Wettkampf führen. Andreas Gentz: "Ich bin optimistisch, dass ihr dies gelingen wird." Und dies gilt auch für Leena Günther, die die Zielsetzung für Olympia so formuliert: "Wir wollen unsere Zeit vom EM-Gewinn bestätigen und in den Finallauf einziehen. Bitter wäre ein Ausscheiden durch einen Wechselfehler bei der Übergabe des Staffelstabs, aber unsere Wechsel sind eigentlich sicher." Wer weiß, vielleicht kann Leena Günther nach dem EM-Gewinn bei Olympia nochmals jubeln - am besten gleich zusammen mit Max Weinhold.


