Brühl. Die Wepag bot mit dem beliebten Döppe- un Buuremaat wieder eine Veranstaltung der besonderen Art an. Zum 23. Mal verwandelte sich die Fußgängerzone in einen Bauernhof und in eine Töpferwerkstatt.
Im Mittelalter stellte das Töpferhandwerk einen der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren in Brühl dar. Die Brühler Töpferei blühte vom frühen Mittelalter bis Anfang des 16. Jahrhunderts. Gebrauchsgegenstände wie Kannen, Schalen und Teller wurden in den gesamten europäischen Raum exportiert. Im Lauf der Jahrhunderte entwickelte sich das Töpferhandwerk zu einem Kunsthandwerk. Die Töpferei wurde vermutlich nach einem Stadtbrand, der durch unsachgemäße Handhabung der Brennöfen ausgebrochen war, eingestellt.
Beim diesjährigen Markt stellten über 30 Hobbytöpfer und freischaffende Künstler ihre phantasievoll geschaffenen Schmuck- und Zierkeramiken vor. Die Brühler Töpferin Jane Nüssel gab einen Einblick in das Töpferhandwerk und lud Kinder zum Mitmachen ein. In enger Zusammenarbeit zwischen Nüssel und dem Brühler Keramikmuseum schlüpfte die Brühler Stadtführerin Marie-Luise Sobczak in die historische Rolle der Töpfergattin Maria Crucherer und stattete dem Markt einen Besuch ab. Im Museumscafé tauchten Ritter der "Cölner Schar" (eine Truppe von Schwertkämpfern) auf, die auf dem Markt zogen.
Auch die Landwirtschaft hat eine lange Tradition in Brühl.
Nicht nur die Nutztierhaltung, sondern auch der Anbau von Obst,
Gemüse und Getreide prägen das Bild der heimischen
Landschaft. Immerhin sind annähernd 27 % des Stadtgebietes
Ackerland. So befand sich im Angebot des Döppe- un Buuremaat
rustikale Floristik vom Feinsten.
Besonders beliebt und stark frequentiert war erneut Franz Beckers,
der als Pflanzendoktor von 11 bis 16 Uhr kostenlose Ratschläge
zur Pflege und Behandlung kranker Pflanzen erteilte. Viele nutzten
die Gelegenheit zu einer Kutschfahrt mit dem Zweispänner von
Bernhard Burner durch die Innenstadt. Für die ganz Kleinen
stand sogar ein Karussell zur Verfügung.






